Amatus · KI-Co-Pilot im HR Selection Portal

Amatus KI-Assistent HR: der Co-Pilot im Auswahlprozess

Amatus ist der KI-Co-Pilot von Find-Your-HR und arbeitet direkt im HR Selection Portal. Er überwacht Fristen, priorisiert Aufgaben, fasst Anbieter-Demos zusammen und bereitet Entscheidungsvorlagen vor, für Unternehmen mit 50 bis 5.000 Mitarbeitenden im DACH-Raum. Die fachliche Bewertung und jede Anbieter-Entscheidung bleiben bei CHRO, CFO und IT-Leitung im Projektteam. Amatus ergänzt damit die bestehenden Werkzeuge von Find-Your-HR, ohne sie zu ersetzen.

74%
der HR-Abteilungen in Deutschland setzen 2026 KI-Anwendungen ein, laut BCG/WFPMA/DGFP-Studie „Creating People Advantage 2026“
Dez 2027
Start der EU-AI-Act-Hochrisikopflichten für eigenständige Anhang-III-Systeme im Beschäftigungskontext, verschoben durch den Digital Omnibus on AI 2026
Art. 50
KI-VO-Transparenzpflichten gelten bereits seit dem 2. August 2026, unabhängig von der Hochrisiko-Einstufung
0
automatisierte Anbieter-Entscheidungen ohne menschliche Freigabe im Amatus-Betriebsmodell
Einordnung

Warum ein KI-Co-Pilot im Auswahlprozess

Die Auswahl von HR-Software ist ein mehrmonatiges Projekt mit vielen parallelen Arbeitssträngen: Anforderungskataloge, Anbieter-Workshops, Vertragsprüfungen und Rückfragen von Betriebsrat und Datenschutz. Amatus übernimmt in diesem Prozess administrative und analytische Zwischenschritte, ohne selbst zum Entscheidungsträger zu werden. Das Modul ist Teil des Funktionsbaukastens von Find-Your-HR und richtet sich an Unternehmen zwischen 50 und 5.000 Mitarbeitenden im DACH-Raum, deren CHRO, CFO oder IT-Leitung ein Auswahlprojekt mit begrenzten Kapazitäten führen. Anders als ein allgemeiner HR-Chatbot ist Amatus ausschließlich auf den Auswahlprozess selbst zugeschnitten: Er kennt die Anforderungen, Termine und Anbieter-Antworten des jeweiligen Projekts und arbeitet innerhalb dessen Datenraum, nicht im späteren Tagesbetrieb der ausgewählten Software.

Einstieg

KI-Matching auf der Startseite

Kostenlose Analyse in rund sechs Minuten, die aus über 180 Systemen eine erste Shortlist passender HR-Software erzeugt. KI-Matching ist der Startpunkt vor dem eigentlichen Auswahlprojekt und ersetzt keine vertiefte Prüfung.

Vertiefung

HR Selection Portal

Strukturiertes Werkzeug für den vertieften Auswahlprozess mit Anforderungsmanagement, Anbieterpräsentationen und Audit-Trail. Ein Auswahlprojekt läuft hier typischerweise vier bis sechs Monate und wird inhaltlich vom Projektteam gesteuert, nicht vom Werkzeug.

Begleitung

Amatus

Der KI-Co-Pilot, der innerhalb des Selection Portals Fristen überwacht, Aufgaben priorisiert, Anbieter-Demos zusammenfasst und Entscheidungsvorlagen vorbereitet. Amatus ist optional zubuchbar und ersetzt keines der beiden anderen Werkzeuge, sondern beschleunigt die Arbeit innerhalb des Portals.

In einem typischen Projektmonat sieht die Zusammenarbeit so aus: Am Montag markiert Amatus drei Anbieter-Rückläufer, deren Frist in der laufenden Woche endet, und weist auf eine noch fehlende Antwort zu Schnittstellen hin. Vor einem Demo-Termin am Mittwoch stellt er die offenen Fragen aus dem Anforderungskatalog zusammen, die der Anbieter noch nicht beantwortet hat. Nach der Demo vergleicht er die mündlichen Aussagen mit dem schriftlichen Angebot und markiert Abweichungen für die Nachbesprechung. Am Ende der Woche fasst er den Status für ein kurzes Update an die Geschäftsführung zusammen, mit Verweis auf die zugrunde liegenden Dokumente. Das Projektteam entscheidet in jedem dieser Schritte selbst, was daraus folgt, und kann jede Priorisierung von Amatus jederzeit manuell ändern oder verwerfen.

Ergänzend ordnet der HR-Navigator die Auswahl anhand von sechs DACH-Prüfdimensionen ein, bevor ein Projekt im Selection Portal beginnt. Find-Your-HR selbst arbeitet ohne Provisionsmodell: Anbieter zahlen weder für Sichtbarkeit noch für Platzierung auf der Plattform.

Was Amatus tut

Konkrete Aufgaben im Auswahlprojekt

  • Überwacht Fristen für Anbieter-Rückläufer und interne Freigaben, erinnert Verantwortliche vor Terminen
  • Priorisiert offene Aufgaben im Auswahlprojekt nach Frist, Abhängigkeit und Projektphase
  • Fasst Anbieter-Demos zusammen und gleicht sie mit schriftlichen Angebotsantworten ab
  • Bereitet Entscheidungsvorlagen mit strukturierten Vor- und Nachteilen je Anbieter vor
  • Prüft Vertragsentwürfe in einem ersten automatisierten Pass auf AVV, TOMs und Exit-Klauseln
  • Erstellt Status-Briefings für Geschäftsführung und Betriebsrat mit Quellenangabe
Was Amatus nicht tut

Bewusste Abgrenzung

  • Trifft keine automatisierte Endauswahl eines Anbieters ohne menschliche Freigabe
  • Kommuniziert keine eigenständigen, verbindlichen Zusagen gegenüber Anbietern
  • Unterschreibt und autorisiert keine Verträge
  • Ersetzt nicht die fachliche Bewertung durch HR, IT-Leitung und Betriebsrat, sondern bereitet sie vor
  • Nutzt Kundendaten nicht zum Training externer KI-Modelle
  • Trifft keine automatisierte Einzelentscheidung mit rechtlicher Wirkung im Sinne von Art. 22 DSGVO

Diese Aufteilung ist nicht verhandelbar: Amatus ist technisch so konfiguriert, dass Aktionen aus der rechten Spalte keinen automatisierten Auslöser im System haben, sondern in jedem Fall eine manuelle Freigabe durch das Projektteam voraussetzen.

Funktionsbausteine

Was Amatus im Tagesgeschäft der Auswahl übernimmt

Sechs Bausteine decken die wiederkehrenden Arbeitsschritte eines Auswahlprojekts ab. Jeder Baustein ist auf einen konkreten Arbeitsschritt im HR Selection Portal zugeschnitten, nicht auf den allgemeinen HR-Alltag. Die Beispiele stammen aus typischen Auswahlprojekten für Recruiting-, Payroll- und Talent-Management-Software. Ein Projektteam kann einzelne Bausteine unabhängig voneinander nutzen, je nachdem, welche Unterstützung in der jeweiligen Projektphase gefragt ist.

01 · Steuerung

Deadlines und Eskalationen

Amatus überwacht Fristen für Anbieter-Rückläufer und interne Freigaben. Vor Workshops erinnert er die zuständigen Personen in HR, IT und beim Betriebsrat automatisch und eskaliert blockierte Freigaben, wenn eine Frist ohne Reaktion verstreicht. Diese Erinnerungen ersetzen keine Projektleitung, sie verhindern lediglich, dass Termine unbemerkt verstreichen.

02 · Priorisierung

Aufgaben nach Dringlichkeit ordnen

Offene Aufgaben im Auswahlprojekt werden nach Frist, Abhängigkeit und Projektphase sortiert. Hängt etwa eine Vertragsprüfung von einer noch ausstehenden Anbieter-Antwort ab, stuft Amatus diese Abhängigkeit sichtbar ein, statt beide Aufgaben gleich zu gewichten. So sieht das Projektteam auf einen Blick, welche Aufgabe als Nächstes bearbeitet werden sollte.

03 · Demo-Auswertung

Anbieter-Demos zusammenfassen

Während einer Recruiting-Funnel-Demo hält Amatus die zentralen Aussagen fest und gleicht sie mit der schriftlichen Anbieter-Antwort ab. Widersprüche, etwa zwischen mündlicher Zusage und Angebot, markiert er für die Nachbesprechung im Projektteam. Die schriftliche Zusammenfassung steht binnen weniger Stunden nach der Demo zur Verfügung.

04 · Lückenanalyse

Anforderungs-Lücken erkennen

Bei einem Payroll-Anforderungskatalog erkennt Amatus zum Beispiel, dass eine DATEV-Schnittstelle genannt ist, aber Tarifvertrag, Schichtzuschläge oder die FiBu-Übergabe fehlen, und schlägt passende Anforderungs-Blöcke zur Ergänzung vor. Solche Lücken bleiben ohne strukturierte Prüfung häufig bis zur Vertragsunterzeichnung unbemerkt.

05 · Vertragsprüfung

Verträge im ersten Pass prüfen

Vor der Unterschrift prüft Amatus einen Vertragsentwurf automatisiert auf Auftragsverarbeitungsvertrag, technische und organisatorische Maßnahmen, die Sub-Prozessoren-Liste sowie Exit-Klauseln für Personaldaten. Die rechtliche Endprüfung bleibt bei den zuständigen Fachpersonen. Bei fehlenden oder unklaren Klauseln erhält das Projektteam einen konkreten Prüfhinweis statt einer allgemeinen Warnung.

06 · Briefings

Status-Updates für Betriebsrat und Geschäftsführung

Vor Mitbestimmungsterminen fasst Amatus zusammen, welche Anbieter im Rennen sind, welche Datenverarbeitung geplant ist und welche Mitbestimmungsthemen noch offen sind, jeweils mit Verweis auf die zugrunde liegende Anforderung oder Anbieter-Antwort. Die Vorlage kann vor dem Termin noch angepasst werden, bevor sie präsentiert wird.

DACH-Anforderungen

Rechtlicher Rahmen für einen KI-Co-Piloten im Auswahlprozess

Der Einsatz von KI-Werkzeugen im Personalumfeld berührt mehrere Rechtsrahmen gleichzeitig. Amatus ist so gebaut, dass er innerhalb dieser Anforderungen bleibt, ohne die Auswahlentscheidung selbst zu automatisieren. Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Punkte nach Rechtsgebiet, nicht nach Priorität. Sie ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall, sondern zeigt, an welchen Stellen ein Auswahlprojekt mit KI-Unterstützung genauer hinschauen sollte.

EU AI Act

Einordnung als KI-System im Beschäftigungskontext

Der EU AI Act ordnet KI-Systeme für Beschäftigung und Personalmanagement grundsätzlich als Hochrisiko-Anwendungsfall nach Anhang III ein. Für eigenständige Anhang-III-Systeme gelten die zugehörigen Pflichten jedoch erst ab dem 2. Dezember 2027, nachdem der Digital Omnibus on AI die ursprüngliche Frist vom 2. August 2026 verschoben hat. Seit dem 2. August 2026 gelten lediglich die Transparenzpflichten nach Artikel 50. Für die Praxis bedeutet das, dass Unternehmen im DACH-Raum aktuell primär die Transparenzpflicht erfüllen müssen, nicht die volle Hochrisiko-Dokumentation.

Art. 22 DSGVO

Kein automatisiertes Einzelentscheiden

Die Datenschutz-Grundverordnung untersagt in Artikel 22 ausschließlich automatisierte Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung für betroffene Personen. Amatus bereitet Entscheidungsvorlagen vor, trifft aber keine automatisierte Auswahl eines Anbieters und keine Entscheidung über Bewerbende oder Beschäftigte. Die Verantwortung für Anbieter-Auswahl, Vertragsschluss und Kommunikation bleibt damit vollständig bei den benannten Personen im Projektteam.

§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG

Mitbestimmung bei bestehendem Betriebsrat

Sofern in einem Unternehmen ein Betriebsrat besteht, greift dessen Mitbestimmungsrecht bei der Einführung technischer Einrichtungen, die zur Überwachung von Verhalten oder Leistung geeignet sind. Vor dem Einsatz von Amatus im Auswahlprojekt sollte die Mitbestimmung entsprechend eingebunden werden. Eine frühzeitige Einbindung reduziert das Risiko, ein Auswahlprojekt wegen fehlender Mitbestimmung nachträglich anpassen zu müssen.

Auftragsverarbeitung

AVV, TOMs und EU-Hosting

Amatus arbeitet mandantengetrennt innerhalb des jeweiligen Projekt-Datenraums, ohne Cross-Tenant-Sichtbarkeit zwischen Kundenprojekten. Die Plattform wird in der EU gehostet, ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dokumentierten technischen und organisatorischen Maßnahmen sowie eine einsehbare Sub-Prozessoren-Liste liegen vor. Diese Nachweise lassen sich im Rahmen der Anbieterprüfung anfordern und in die Vertragsprüfung durch Amatus einspeisen.

Modelltraining

Keine Trainingsdaten aus Kundenprojekten

Projektbezogene HR-Daten, Anforderungen und Vertragsentwürfe werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet und nicht an externe Sprachmodell-Anbieter zur Modellverbesserung weitergegeben. Diese Zusicherung gilt unabhängig davon, welches Sprachmodell im jeweiligen Anwendungsfall eingesetzt wird.

Audit-Trail

Protokollierte KI-Aktionen

Jede Aktion von Amatus, etwa eine Priorisierung, eine Demo-Zusammenfassung oder eine Vertragsprüfung, wird mit Quelle, Zeitpunkt und Nutzerkontext dokumentiert. Das schafft Nachvollziehbarkeit gegenüber Geschäftsführung, Betriebsrat und, sofern relevant, Aufsichtsbehörden. Diese Protokolle lassen sich exportieren und stehen für interne oder externe Prüfungen zur Verfügung.

Quellen: Europäische Kommission, Digital Omnibus on AI (Fristverschiebung EU AI Act), 2026. Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-Verordnung), Art. 50 und Anhang III. Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 22. Betriebsverfassungsgesetz, § 87 Abs. 1 Nr. 6.
Marktumfeld

KI-Assistenzfunktionen in HR-Software: zwei Systemschichten

KI-Funktionen halten in HR-Software auf zwei unterschiedlichen Ebenen Einzug. Generalistische HR-Suiten bauen KI-Assistenten für den operativen HR-Alltag in ihre Produkte ein, während prozessspezifische Co-Piloten wie Amatus gezielt für die Software-Auswahl selbst entwickelt werden. Die folgende Einordnung ist anbieterneutral und enthält keine Rangfolge. Für Unternehmen im Auswahlprozess ist die Unterscheidung praktisch relevant: Wer die KI-Funktionen einer generalistischen Suite bewertet, prüft deren Alltagstauglichkeit im späteren Betrieb, wer Amatus bewertet, prüft dessen Nutzen für das laufende Auswahlprojekt selbst.

Generalist

SAP SuccessFactors

SAP, ein 1972 in Walldorf gegründeter Softwarekonzern, integriert mit Joule einen generativen KI-Assistenten in SuccessFactors, der Mitarbeitende und HR-Teams im operativen Tagesgeschäft unterstützt, etwa bei Abfragen zu Prozessen oder Auswertungen. Joule ist dabei auf den Betrieb der Suite ausgelegt, nicht auf die vorgelagerte Softwareauswahl.

Suite-KI
Generalist

Workday

Workday, ein 2005 in Pleasanton, Kalifornien, gegründeter Anbieter von HR- und Finanzsoftware, hat mit Illuminate eine KI-Agenten-Schicht für Personal- und Finanzprozesse angekündigt, die auf die eigene HCM-Plattform zugeschnitten ist. Illuminate richtet sich an bestehende Workday-Kundinnen und -Kunden im laufenden HCM-Betrieb.

Suite-KI
Generalist

Personio

Personio, eine 2015 in München gegründete Cloud-HR-Software für den Mittelstand, ergänzt seine Plattform um KI-gestützte Funktionen für Kernprozesse wie Recruiting und Personalverwaltung im laufenden Betrieb. Diese Funktionen unterstützen den Alltag nach der Einführung, nicht die vorgelagerte Anbieterauswahl.

Suite-KI
Prozessspezifisch

Amatus

Amatus ist kein Modul einer generalistischen HR-Suite, sondern der KI-Co-Pilot von Find-Your-HR für den Auswahlprozess selbst. Er arbeitet ausschließlich innerhalb des HR Selection Portals und nicht im späteren operativen Betrieb der ausgewählten Software. Diese Trennung ist bewusst gewählt, damit Auswahlprozess und späterer Software-Betrieb nicht vermischt werden.

Auswahl-Co-Pilot

Eine vollständige, anbieterneutrale Marktübersicht mit zwölf HR-Software-Anbietern im direkten Tabellenvergleich, eingeordnet in ein Marktfeld von über 20 relevanten DACH-Anbietern, bietet die Anbietervergleichsseite von Find-Your-HR. Find-Your-HR selbst verfolgt dabei ein anbieterneutrales Modell ohne Provisionen: Anbieter zahlen weder für Sichtbarkeit noch für Platzierung.

Für Unternehmen, die aktuell prüfen, ob eine generalistische HR-Suite mit eingebauter KI oder ein spezialisiertes Auswahlwerkzeug wie Amatus die passendere Unterstützung bietet, empfiehlt sich ein Blick auf die jeweilige Projektphase. Läuft bereits ein konkretes Auswahlprojekt, ist ein prozessspezifischer Co-Pilot naturgemäß enger auf die anstehenden Aufgaben zugeschnitten als eine allgemeine Suite-KI, die für den späteren Betrieb entwickelt wurde. Beide Ansätze schließen sich nicht aus und lassen sich in der Praxis parallel nutzen. Das deckt sich mit der eingangs genannten BCG/WFPMA/DGFP-Studie 2026, wonach drei Viertel der deutschen HR-Abteilungen KI bereits in mindestens einem Bereich einsetzen, meist im operativen Tagesgeschäft und nicht im vorgelagerten Auswahlprozess selbst.

Prüffragen für die Anbieterdemo

Worauf Sie bei einem KI-Co-Piloten achten sollten

Wenn ein Anbieter im Auswahlprozess selbst KI-gestützte Assistenzfunktionen anbietet oder wenn Sie Amatus im Selection Portal bewerten, helfen die folgenden sechs Fragen bei der Einordnung. Die Fragen orientieren sich an den Themen, die in DACH-Auswahlprojekten regelmäßig zu Rückfragen von Datenschutz und Betriebsrat führen. Halten Sie die Antworten schriftlich fest, damit sie später in der Entscheidungsvorlage nachvollziehbar bleiben.

01

Vorschlag oder Entscheidung?

Klären Sie, ob das System nur Vorschläge liefert oder eigenständig eine Auswahl trifft. Eine automatisierte Endentscheidung ohne menschliche Freigabe ist im DACH-Auswahlkontext ein KO-Kriterium.

02

Trainingsdaten

Fragen Sie, ob Projektdaten zum Training von Modellen verwendet oder an externe Anbieter weitergegeben werden. Eine klare Zusicherung, dass dies nicht geschieht, sollte vertraglich fixiert sein.

03

Hosting-Standort

Prüfen Sie, wo die Daten verarbeitet und gespeichert werden. EU-Hosting mit dokumentierter Datenresidenz reduziert den Abstimmungsaufwand mit Datenschutz und Betriebsrat.

04

Audit-Trail

Verlangen Sie eine lückenlose Protokollierung jeder KI-gestützten Aktion mit Quelle, Zeitpunkt und Nutzerkontext. Ohne Audit-Trail lässt sich eine KI-Empfehlung im Streitfall kaum nachvollziehen.

05

Deaktivierbarkeit

Klären Sie, ob die KI-Funktion optional bleibt und sich projektweise oder vollständig deaktivieren lässt, falls Betriebsrat oder Datenschutz dies verlangen.

06

Mitbestimmung

Fragen Sie frühzeitig, welche Informationen der Betriebsrat für seine Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG benötigt, und ob der Anbieter dafür vorbereitete Unterlagen liefert.

Diese Prüffragen lassen sich in jede der sechs Prozessphasen einer strukturierten Softwareauswahl einordnen, wie sie die Seite HR-Software-Auswahl beschreibt. Sie lassen sich sowohl für die Bewertung von Amatus selbst als auch für KI-Funktionen anderer Anbieter im Auswahlprozess nutzen.

Ein Anbieter, der auf diese sechs Fragen ohne Umschweife und mit nachprüfbaren Antworten reagiert, signalisiert in der Regel eine ausgereifte Produkt- und Compliance-Praxis. Bleiben Antworten vage, etwa bei der Frage nach Trainingsdaten oder nach der Deaktivierbarkeit, lohnt sich eine vertiefte Nachfrage vor der Vertragsunterschrift.

FAQ

Häufige Fragen zu Amatus im Auswahlprozess

Zehn Antworten zu Funktion, Abgrenzung, Recht und Kosten des KI-Co-Piloten im HR Selection Portal.

Was ist Amatus genau?
Amatus ist der KI-Co-Pilot, der innerhalb des HR Selection Portals von Find-Your-HR arbeitet. Er ist keine eigenständige Chat-Oberfläche, sondern in die Arbeitsschritte des Auswahlprojekts eingebettet, etwa in Anforderungsmanagement, Anbieterkommunikation und Vertragsprüfung. Amatus überwacht Fristen, priorisiert Aufgaben, fasst Anbieter-Demos zusammen und bereitet Entscheidungsvorlagen vor. Die Strategie und jede Anbieter-Entscheidung bleiben beim Projektteam. Nutzer greifen dabei über die gewohnte Oberfläche des Selection Portals auf seine Vorschläge zu, eine separate Anwendung ist nicht nötig.
Was tut Amatus konkret im Tagesgeschäft der Auswahl?
Amatus erinnert vor Terminen an offene Aufgaben, wertet Anbieter-Antworten strukturiert aus und gleicht Aussagen aus Demos mit schriftlichen Angeboten ab. Erkennt er beispielsweise, dass ein Anforderungskatalog für Payroll eine Schnittstelle nennt, aber Tarifvertrag oder Schichtzuschläge fehlen, schlägt er passende Ergänzungen vor. Ebenso prüft er Vertragsentwürfe in einem ersten Pass auf Auftragsverarbeitungsvertrag, technische und organisatorische Maßnahmen sowie Exit-Klauseln. Alle diese Schritte bereiten die Arbeit des Projektteams vor, ersetzen sie aber nicht.
Was tut Amatus ausdrücklich nicht?
Amatus trifft keine automatisierte Endauswahl eines Anbieters ohne menschliche Freigabe und kommuniziert keine verbindlichen Zusagen gegenüber Anbietern. Er unterschreibt und autorisiert keine Verträge und ersetzt nicht die fachliche Bewertung durch HR, IT-Leitung und Betriebsrat. Er trifft außerdem keine automatisierte Einzelentscheidung mit rechtlicher Wirkung im Sinne von Artikel 22 DSGVO über Bewerbende oder Beschäftigte. Diese Abgrenzung ist bewusst so gestaltet, damit die Verantwortung für die Auswahlentscheidung eindeutig beim Unternehmen bleibt.
Wie unterscheidet sich Amatus vom kostenlosen KI-Matching auf der Startseite von Find-Your-HR?
Das KI-Matching auf der Startseite ist eine kostenlose, rund sechsminütige Analyse, die aus über 180 Systemen eine erste Shortlist passender HR-Software erzeugt. Es ist der Einstiegspunkt vor einem eigentlichen Auswahlprojekt und arbeitet unternehmensweit, nicht projektbezogen. Amatus setzt dagegen erst innerhalb eines laufenden Auswahlprojekts im HR Selection Portal an und begleitet die vertiefte Prüfung der bereits identifizierten Anbieter. Wer noch keine Shortlist hat, beginnt daher beim KI-Matching, nicht bei Amatus.
Ist Amatus Teil des HR Selection Portals oder ein eigenständiges Produkt?
Amatus ist ein optional zubuchbarer Bestandteil des HR Selection Portals und kein eigenständiges Produkt. Das Selection Portal selbst ist das strukturierte Werkzeug für Anforderungsmanagement, Anbieterpräsentationen und Audit-Trail über die gesamte Projektlaufzeit von typischerweise vier bis sechs Monaten. Amatus beschleunigt einzelne Arbeitsschritte innerhalb dieses Werkzeugs, funktioniert aber nicht losgelöst davon. Ohne Amatus lässt sich das Selection Portal weiterhin vollständig nutzen.
Ist der Einsatz von Amatus mit dem EU AI Act vereinbar?
KI-Systeme im Beschäftigungskontext fallen grundsätzlich unter Anhang III des EU AI Act und würden damit potenziell als Hochrisiko-Anwendung gelten. Die zugehörigen Hochrisiko-Pflichten für eigenständige Anhang-III-Systeme greifen jedoch erst ab dem 2. Dezember 2027, nachdem der Digital Omnibus on AI die ursprüngliche Frist vom 2. August 2026 verschoben hat. Seit dem 2. August 2026 gelten lediglich die allgemeinen Transparenzpflichten nach Artikel 50. Da Amatus keine automatisierte Einzelentscheidung über Bewerbende oder Beschäftigte trifft, sondern Vorschläge für ein menschliches Projektteam vorbereitet, ist die Einordnung als vollautomatisiertes Entscheidungssystem ohnehin nicht einschlägig.
Muss der Betriebsrat beteiligt werden, wenn Amatus eingesetzt wird?
Sofern im Unternehmen ein Betriebsrat besteht, greift dessen Mitbestimmungsrecht nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 Betriebsverfassungsgesetz bei der Einführung technischer Einrichtungen, die zur Überwachung von Verhalten oder Leistung geeignet sind. Amatus erstellt unter anderem automatisierte Status-Briefings, weshalb eine frühzeitige Information und Einbindung der Mitbestimmung sinnvoll ist. Besteht kein Betriebsrat, entfällt diese Pflicht. In jedem Fall dokumentiert der Audit-Trail von Amatus jede KI-Aktion nachvollziehbar, was die Abstimmung mit der Mitbestimmung erleichtert. In der Praxis empfiehlt sich eine schriftliche Vereinbarung mit dem Betriebsrat, die den Einsatz von Amatus und den Umfang der protokollierten Daten dokumentiert.
Welche Daten verarbeitet Amatus und wo werden sie gespeichert?
Amatus arbeitet mandantengetrennt innerhalb des jeweiligen Projekt-Datenraums, ohne Cross-Tenant-Sichtbarkeit zwischen unterschiedlichen Kundenprojekten. Verarbeitet werden die im Selection Portal hinterlegten Anforderungen, Anbieter-Antworten, Vertragsentwürfe und Terminplanungen des jeweiligen Auswahlprojekts. Das Hosting erfolgt in der EU, abgesichert durch einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dokumentierten technischen und organisatorischen Maßnahmen sowie einer einsehbaren Sub-Prozessoren-Liste. Bewerbendendaten aus dem operativen Recruiting sind hiervon nicht betroffen, da Amatus im Auswahlprojekt für Software arbeitet, nicht im Bewerbermanagement des Unternehmens.
Werden unsere Projektdaten zum Training von KI-Modellen verwendet?
Nein. Projektbezogene HR-Daten, Anforderungen und Vertragsentwürfe werden nicht zum Training von Sprachmodellen verwendet und nicht an externe LLM-Anbieter zur Modellverbesserung weitergegeben. Die eingesetzten Sprachmodelle variieren je nach Anwendungsfall, etwa Vertragsanalyse oder Demo-Zusammenfassung. Details zu den eingesetzten Modellen, dem Hosting-Standort und den Datenflüssen werden auf Anfrage im Rahmen der Anbieterprüfung offengelegt.
Können wir Amatus deaktivieren, und was kostet der Einsatz?
Amatus ist optional und lässt sich projektweise oder vollständig deaktivieren. Das HR Selection Portal funktioniert auch ohne den KI-Co-Piloten vollumfänglich, etwa für Teams, die KI-Unterstützung im Auswahlprozess grundsätzlich vermeiden möchten. Das Selection Portal selbst kostet 1.000 Euro einmalig für ein einzelnes HR-Projekt oder ab 200 Euro pro Monat, die konkreten Kosten für die Nutzung von Amatus richten sich nach dem Projektumfang und werden im persönlichen Gespräch festgelegt. Eine aktuelle Übersicht der Modelle bietet die Seite Preise und Modelle.

Amatus im Selection Portal erleben

Starten Sie mit dem kostenlosen KI-Matching, vertiefen Sie die Auswahl im HR Selection Portal und lassen Sie sich dort optional von Amatus bei Fristen, Aufgaben und Anbieter-Demos unterstützen. Amatus bleibt dabei jederzeit optional und lässt sich projektweise ein- oder ausschalten.

Stand: 24. August 2026 · Redaktion Find-Your-HR · Anbieterneutral, ohne Provisionsmodell