HR-Navigator: HR-Software finden, vom Funktionsblock bis zur Shortlist
Der HR-Navigator ist die Orientierungsebene von Find-Your-HR. Er zerlegt den HR-Software-Markt in sechs Funktionsblöcke und sechs Methodikschritte und führt Sie von dort auf die passende Detailseite oder direkt in das KI-Matching.
Was der Navigator ist und für wen
- Was: eine kostenlose Übersichts- und Weichenstellungsseite, keine Matching-Engine und kein Bewertungsportal. Er sortiert den Markt nach Funktionsblock und nach Methodikschritt.
- Für wen: Unternehmen mit etwa 50 bis 5.000 Mitarbeitenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Angesprochen sind CHRO und Personalleitung, CFO und Finanzleitung sowie die IT-Leitung.
- Welches Problem: kein Informationsmangel, sondern ein Ordnungsproblem. Die Auswahl scheitert selten an fehlenden Anbieterinformationen und fast immer an der ersten Frage, welches Modul überhaupt zuerst entschieden werden muss.
- Wie lange: der Navigator selbst verlangt kein Formular, keine Registrierung und keine Dateneingabe, er kostet also nur die Lesezeit dieser Seite. Der direkte Weg über das KI-Matching führt laut Find-Your-HR im Durchschnitt in rund sechs Minuten von der Unternehmens-URL zur Shortlist (2026).
Was er ausdrücklich nicht ist
- Kein Bewertungsportal mit Nutzersternen. Die Reihenfolge in der Shortlist ergibt sich aus einem offengelegten Match-Score, nicht aus Rezensionen.
- Kein Lead-Marktplatz. Es existiert kein Provisionsmodell, Anbieter zahlen weder für die Aufnahme noch für eine bessere Position.
- Kein Ersatz für die eigene Entscheidung. Alle vom System abgeleiteten Anforderungen lassen sich prüfen, gewichten, ergänzen und löschen.
- Kein Projektwerkzeug. Anforderungskatalog, bewertete Demos, Vertragsprüfung und Audit-Trail liegen im HR Selection Portal, nicht im Navigator.
Wie der Navigator arbeitet
Sechs Schritte, von der ersten Weichenstellung bis zur dokumentierten Entscheidung. Die ersten vier Schritte spielen sich im Navigator und seinen Detailseiten ab und sind kostenlos. Schritt fünf und sechs übergeben an das KI-Matching und das HR Selection Portal.
Einstieg wählen
Der Navigator verlangt genau eine Entscheidung: Einstieg über einen Funktionsblock, etwa Payroll oder Zeitwirtschaft, oder über einen Methodikschritt, etwa Grundlagen oder Auswahlmethodik. Wer den akutesten Schmerzpunkt kennt, geht über den Funktionsblock. Wer den Prozess noch nie geführt hat, geht über die Methodik.
Funktionsblock öffnen
Jeder der sechs Funktionsblöcke hat eine eigene Detailseite mit Funktionsumfang, typischen Anbietertypen und den Schnittstellen, die in diesem Modul kritisch sind. Hier klärt sich, ob Sie eine Suite oder eine Speziallösung brauchen und welche Nachbarmodule mitentschieden werden müssen.
Methodik gegenprüfen
Die Seite HR-Software auswählen beschreibt den Prozess in sechs Phasen, vom Zielbild bis zum Investitionsantrag, mit sechs definierten Artefakten, einer Beteiligungsmatrix und sechs teuren Denkfehlern. Damit prüfen Sie, ob Ihr geplantes Vorgehen Lücken hat, bevor Sie Anbieter kontaktieren.
Anbieterfeld sichten
Die Seite HR-Software Vergleich führt zwölf Anbieter im direkten Tabellenvergleich, eingeordnet in ein Marktfeld von über 20 relevanten DACH-Anbietern, sortiert nach Zielgruppe, Preismodell, Payroll-Fähigkeit und Deployment, und ergänzt Anbieterprofile, Integrationsökosystem und eine Fünf-Jahres-TCO-Betrachtung. Sie sehen das Marktfeld, bevor der erste Vertriebstermin stattfindet.
Shortlist erzeugen
Im KI-Matching geben Sie nur die Unternehmens-URL ein. Die Engine liest öffentlich zugängliche Informationen aus Webseite, Stellenanzeigen und Impressum, leitet daraus über 60 Anforderungsmerkmale ab und vergleicht sie mit über 180 HR-Systemen und Referenzdaten aus mehr als 20.000 realen Softwareprojekten. Ergebnis ist eine Shortlist mit Match-Score von 0 bis 100 je System, im Durchschnitt nach rund sechs Minuten (Find-Your-HR, 2026).
Auswahl formalisieren
Im HR Selection Portal wird aus der Shortlist ein dokumentiertes Projekt: versionierter Anforderungskatalog je Modul, strukturierte Anbieter-Demos mit Live-Bewertung im Team, Vertragsprüfung und vollständiger Audit-Trail. Betriebsrat und Datenschutz sind eigene Rollen mit dokumentiertem Freigabestatus.
Gewichtung des Match-Scores laut Find-Your-HR (2026): funktionale Abdeckung 38 Prozent, Integrationsfähigkeit einschließlich DATEV 27 Prozent, Compliance und Mitbestimmung 20 Prozent, Kosten und Skalierbarkeit 15 Prozent. Zu jeder Platzierung wird begründet, welche Anforderungen erfüllt sind und wo Grenzen liegen.
Für wen sich der Navigator eignet
Eine HR-Software-Entscheidung wird selten allein getroffen. In Unternehmen zwischen 50 und 5.000 Mitarbeitenden sitzen typischerweise drei Funktionen mit drei sehr unterschiedlichen Leitfragen am Tisch, dazu Betriebsrat und Datenschutz. Der Navigator ist so gebaut, dass jede dieser Rollen an einer anderen Stelle einsteigen kann.
CHRO und Personalleitung
Welchen Funktionsblock entscheiden wir zuerst, und was hängt daran?
Einstieg über den Funktionsblock mit dem größten Schmerz, meist Payroll oder Zeitwirtschaft. Der Navigator zeigt die Nachbarmodule, die bei dieser Entscheidung mitlaufen, damit die Suite-Frage nicht erst im Vertragsentwurf auftaucht. Weiter geht es über die Methodikseite mit den sechs Phasen vom Zielbild bis zum Investitionsantrag und der Beteiligungsmatrix.
CFO und Finanzleitung
Was kostet die Lösung über fünf Jahre, nicht was kostet die Lizenz?
Einstieg über die Vergleichsseite und ihre Fünf-Jahres-TCO-Betrachtung nach Unternehmensgröße. Relevant sind dort Implementierung, Datenmigration, Schulung und Change Management, also die Positionen, die im Listenpreis nicht stehen. Der Navigator verweist außerdem auf die drei Auswahlmodelle mit ausgewiesenen Preisen statt auf Angebote auf Anfrage.
IT-Leitung
Wo liegen die Daten, welche Schnittstellen gibt es, und wer betreibt das?
Einstieg über die Prüfdimensionen weiter unten auf dieser Seite und über die Integrationsabschnitte der Funktionsblöcke. Kritisch sind Datenresidenz einschließlich Backups und Logs, die Liste der Sub-Prozessoren, die Anbindung an ERP und Verzeichnisdienst sowie die Frage, ob die Lohnabrechnung im System läuft oder an DATEV oder einen Dienstleister übergeben wird.
Betriebsrat
Welche Auswertungen sind technisch möglich, und wie wird das dokumentiert?
Sofern ein Betriebsrat besteht, greift bei der Einführung technischer Einrichtungen zur Verhaltens- oder Leistungsüberwachung die Mitbestimmung nach Paragraf 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG. Der Navigator führt hier auf die Prüfdimension Betriebsratsfähigkeit und weiter in das HR Selection Portal, das den Betriebsrat als eigene Rolle mit dokumentiertem Freigabestatus führt.
Datenschutzbeauftragte
Ab wann brauchen wir eine Datenschutz-Folgenabschätzung, und woher kommen die Unterlagen?
HR-Systeme verarbeiten Beschäftigtendaten in großem Umfang, entsprechend früh sollte die Prüfung starten. Das Selection Portal legt dafür einen parallelen Datenschutz-Workflow ab Schritt eins an, mit strukturierten Entwürfen zur Auftragsverarbeitung, Sub-Prozessor-Listen, technischen und organisatorischen Maßnahmen und dokumentiertem Hosting-Standort.
People Ops und HR-Projektleitung
Wie komme ich von Marktüberblick zu drei vergleichbaren Angeboten?
Einstieg über das KI-Matching für die Shortlist, danach über die Methodikseite für den Demo-Fragenkatalog. Wer die Auswahl allein stemmt, findet im Selection Portal die strukturierten Anbieterantworten auf identische Fragen und die Live-Bewertung im Team, was den Vergleich unabhängig von PowerPoint-Folien der Anbieter macht.
| Unternehmensgröße | Typische Ausgangslage | Sinnvoller Einstieg im Navigator | Passendes Werkzeug |
|---|---|---|---|
| 50 bis 250 Mitarbeitende | Erste HR-Software überhaupt oder Ablösung von Excel und Insellösungen. Kleines oder kein eigenes IT-Budget für das Projekt, HR führt selbst. | Funktionsblock Core HR und Personalakte, danach Payroll. Grundlagenseite zur Abgrenzung von HRIS, HCM und HRMS. | Navigator + KI-Matching kostenlos |
| 250 bis 1.000 Mitarbeitende | Bestehende Teillösungen, Konsolidierungsdruck. Betriebsrat vorhanden, Tarifbindung häufig, IT-Leitung entscheidet mit. | Funktionsblock mit dem akutesten Bedarf, danach Methodikseite und Prüfdimensionen. Vergleichsseite für das Anbieterfeld. | KI-Matching + Tiefenanalyse 900 € einmalig |
| 1.000 bis 5.000 Mitarbeitende | Mehrere Gesellschaften oder Standorte, Plattformstrategie, formale Freigabeprozesse. Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich. | Methodikseite und Prüfdimensionen zuerst, Funktionsblöcke als Anforderungsraster. Direkt in die Werkzeug-Abgrenzung weiter unten. | HR Selection Portal 1.000 € einmalig |
Preisangaben laut Preise und Modelle sowie der Produktseite HR Selection Portal, Stand 2026. Die Zuordnung von Unternehmensgröße zu Werkzeug ist eine Einordnung der Redaktion, keine Zugangsvoraussetzung. Das HR Selection Portal nennt als Kernzielgruppe Organisationen mit 200 bis 5.000 Mitarbeitenden und führt zusätzlich ein Profil für People Ops in wachsenden Unternehmen mit 30 bis 250 Mitarbeitenden.
Navigator, KI-Matching, Selection Portal, Amatus
Find-Your-HR betreibt vier Werkzeuge, die aufeinander aufbauen und leicht verwechselt werden. Die häufigste Fehlentscheidung ist, mit dem falschen zu starten: Wer schon eine Shortlist braucht, verliert Zeit im Navigator, und wer noch nicht weiß, welches Modul er sucht, bezahlt zu früh für eine Projektplattform. Die folgende Tabelle nennt je Werkzeug Zweck, Aufwand und Ergebnis.
| Werkzeug | Zweck | Aufwand für Sie | Ergebnis | Kosten | Sinnvoll, wenn |
|---|---|---|---|---|---|
| HR-NavigatorOrientierung | Den Markt ordnen: sechs Funktionsblöcke, sechs Methodikschritte. Beantwortet, welche Frage zuerst dran ist. | Lesen. Keine Registrierung, kein Formular, keine Dateneingabe. | Ein klarer Einstiegspunkt, also die richtige Detailseite oder das richtige nächste Werkzeug. | Kostenlos 0 € |
unklar ist, welches Modul oder welcher Prozessschritt zuerst entschieden wird. |
| KI-MatchingAnbieterselektion | Aus über 180 HR-Systemen die passenden herausfiltern, gestützt auf Referenzdaten aus mehr als 20.000 realen Softwareprojekten. | Eingabe der Unternehmens-URL. Rund sechs Minuten im Durchschnitt, keine Vertriebstermine vorab. | Shortlist mit Match-Score von 0 bis 100 je System und dokumentierter Begründung je Platzierung, als PDF oder Präsentation. | Schnellcheck 0 € Tiefenanalyse 900 € |
der Funktionsbedarf grob klar ist und konkrete Kandidaten fehlen. |
| HR Selection PortalProzessführung | Die Auswahl als Projekt über fünf Phasen führen: Scoping, Vorauswahl, Anforderungen, Anbieter-Demos, Verträge. | Die Bedienung des Portals kostet je Arbeitsschritt Stunden. Die Projektlaufzeit einer vollständigen Auswahl von Anforderungskatalog bis Vertragsentscheidung liegt bei Unternehmen dieser Größe bei vier bis sechs Monaten und wird vom Auswahlteam bestimmt, nicht vom Werkzeug. Bis zu 200 Stakeholder in einem mandantengetrennten Datenraum. | Versionierter Anforderungskatalog je Modul, strukturierte Anbieterantworten auf identische Fragen, Live-Bewertung im Team, Vertragsprüfung, vollständiger Audit-Trail. | Kostenpflichtig 1.000 € einmalig je HR-Projekt oder ab 200 € / Monat |
Betriebsrat, Datenschutz und IT formal mitentscheiden und die Entscheidung nachweisbar sein muss. |
| AmatusAusführung | Die Fleißarbeit innerhalb des Selection Portals übernehmen. Kein eigenständiger Chatbot, sondern in jedes Werkzeug des Portals eingebaut. | Kein eigener Aufwand. Amatus arbeitet in den Werkzeugen mit, die Sie ohnehin nutzen. | Vorpriorisierte Anforderungen, bewertete Anbieterantworten, Demo-Zusammenfassungen, Deadline-Überwachung, Vertrags-Vorprüfung auf Auftragsverarbeitung, technische und organisatorische Maßnahmen und Exit-Klauseln. | Optionales Add-on Preis projektabhängig |
das Auswahlteam klein und die Dokumentationslast hoch ist. |
Die Reihenfolge, die funktioniert
- Navigator zuerst, wenn der Bedarf noch unscharf ist. Er kostet nichts und verhindert, dass Sie das falsche Modul ausschreiben.
- KI-Matching als zweiter Schritt, sobald Sie wissen, welche Funktionsblöcke im Scope sind. Die Shortlist ersetzt die Longlist-Recherche.
- Selection Portal erst, wenn die Auswahl mehrere Parteien und eine Freigabekette hat. Vorher ist es Overhead.
- Amatus zuletzt, als Entlastung im Portal. Er ist abschaltbar, projektweise oder vollständig, das Portal funktioniert auch ohne ihn.
Wo die Grenze zwischen Mensch und System liegt
- Beim Menschen bleiben: Zielsetzung, Anforderungen, Ausschlusskriterien, Gewichtung der Bewertungskriterien, die finale Anbieterentscheidung und die Kommunikation mit den Anbietern.
- Das System übernimmt: Ableitung des Anforderungsprofils aus öffentlichen Daten, Abgleich mit der Systemdatenbank, Vorpriorisierung, Zusammenfassungen und Fristenüberwachung.
- Korrigierbar: alle vom System abgeleiteten Anforderungen lassen sich prüfen, gewichten, ergänzen und entfernen.
- Nachvollziehbar: jede KI-Aktion im Portal wird mit Quelle, Zeitstempel und Nutzer dokumentiert, Ihre Daten trainieren keine Modelle.
Quellen für diese Tabelle: Wie es funktioniert, HR Selection Portal, Amatus und Preise und Modelle, jeweils Stand 2026. Die Preisseite weist zusätzlich eine begleitete Auswahl ab 8.000 Euro einmalig aus, bei der Beratung durch Auswahl-Experten, Bedarfs- und Marktanalyse sowie Enterprise-Matching und Selection Portal enthalten sind.
Die sechs Funktionsblöcke
Der HR-Software-Markt lässt sich in sechs Funktionsblöcke zerlegen. Der Navigator sortiert sie hier nur, er erklärt sie nicht: Was die Module im Einzelnen leisten, steht gebündelt auf der Seite HR-Software Funktionen, jeder Funktionsblock zusätzlich auf seiner eigenen Detailseite. Beginnen Sie dort, wo Ihr akutester Bedarf liegt, nicht dort, wo der Markt am lautesten ist.
Die maßgebliche Beschreibung der sechs Funktionsblöcke mit Funktionsumfang, Anbietertypen und kritischen Schnittstellen führt die Seite HR-Software Funktionen. Diese Seite verweist bewusst nur dorthin, statt die Modulsystematik ein zweites Mal auszuformulieren.
Die sechs Methodikschritte
Wenn der Funktionsbedarf noch offen ist, ist der Methodikweg der schnellere. Diese sechs Seiten tragen Sie von der Begriffsklärung über den Auswahlprozess bis zu den Preismodellen.
Nicht Teil der Auswahlmethodik, sondern das Verfahren hinter dem Werkzeug: Wie das KI-Matching von der Unternehmens-URL in rund sechs Minuten zur Shortlist kommt, beschreibt die Seite Wie es funktioniert.
Kein Provisionsmodell. Keine bezahlten Plätze.
Die meisten Software-Verzeichnisse verdienen an dem, was sie empfehlen: Anbieter zahlen für Sichtbarkeit, für Platzierung oder pro weitergeleitetem Kontakt. Damit ist die Reihenfolge einer Ergebnisliste nicht mehr allein eine Aussage über Eignung. Find-Your-HR arbeitet ohne dieses Modell, und das lässt sich an sechs Punkten nachprüfen.
Kein Provisionsmodell
Anbieter zahlen weder für die Aufnahme in den Vergleich noch für eine bessere Position in der Shortlist. Es gibt keine Vermittlungsprovision pro abgeschlossenem Vertrag und keine Lead-Vergütung. Das Geschäftsmodell liegt bei den kostenpflichtigen Auswahlstufen auf der Kundenseite, nicht bei den Anbietern.
Match-Score statt Ranking-Verkauf
Die Reihenfolge in der Shortlist ergibt sich allein aus dem Match-Score zwischen 0 und 100. Es gibt keine gesponserten Plätze, keine hervorgehobenen Anbieter und keine Anzeigenplätze innerhalb der Ergebnisliste.
Offengelegte Kriterien
Der Match-Score setzt sich zusammen aus funktionaler Abdeckung mit 38 Prozent, Integrationsfähigkeit einschließlich DATEV mit 27 Prozent, Compliance und Mitbestimmung mit 20 Prozent sowie Kosten und Skalierbarkeit mit 15 Prozent (Find-Your-HR, 2026). Wer die Gewichtung kennt, kann die Ergebnisse hinterfragen.
Referenzprojekte statt Herstellerangaben
Die Benchmark-Datenbank stützt sich auf dokumentierte reale Einführungsprojekte, nicht auf Selbstauskünfte der Hersteller. Für das KI-Matching nennt Find-Your-HR Referenzdaten aus mehr als 20.000 realen Softwareprojekten, für das HR Selection Portal über 16.000 Softwareprodukte und über 200.000 Referenzprojekte (2026).
Jede Platzierung wird begründet
Zu jedem Ergebnis wird ausgewiesen, welche Anforderungen erfüllt sind und wo Grenzen liegen. Damit lässt sich eine Empfehlung prüfen statt nur glauben. Bewertungsportale liefern eine Begründung nach eigener Darstellung von Find-Your-HR nur selten mit.
Keine Weitergabe an Anbieter
Das kostenlose Matching wertet ausschließlich öffentlich zugängliche Unternehmensinformationen aus und verarbeitet keine personenbezogenen Beschäftigtendaten. Für die kostenpflichtige Tiefenanalyse führt Find-Your-HR die Zusage keine Datenweitergabe an Anbieter ausdrücklich als Leistungsmerkmal. Im Selection Portal bleiben Anforderungen, Bewertungen und Vertragsklauseln im mandantengetrennten Datenraum.
Zur Einordnung: Nach eigener Darstellung von Find-Your-HR beruhen Ergebnisse bei Vergleichsportalen teilweise auf bezahlten Platzierungen, während die klassische Beratung von der Person des Beraters abhängt (2026). Diese Aussage stammt vom Betreiber dieser Seite und ist als solche zu lesen. Die überprüfbaren Punkte sind die offengelegte Score-Gewichtung, die Begründung je Platzierung und das Fehlen gesponserter Plätze in der Ergebnisliste.
Sechs Fragen, die internationale Bewertungsportale nicht stellen
Diese sechs Dimensionen sind die vollständige und maßgebliche Prüfsystematik von Find-Your-HR über alle drei DACH-Länder hinweg, Deutschland, Österreich und die Schweiz. Andere Seiten dieser Domain führen Teilmengen davon, etwa nur die deutschen Anforderungen, und verweisen für die abschließende Fassung hierher. Global normierte Bewertungsraster kennen dagegen nur Kategorien wie Payroll, Time Tracking oder Core HR. Sie kennen aber keine Datenerfassungs- und -übermittlungsverordnung, keinen Swissdec-Lohnstandard und keine monatliche Beitragsgrundlagenmeldung. Genau an diesen sechs Punkten entscheidet sich im DACH-Raum, ob ein System überhaupt einsetzbar ist. Der Navigator führt sie deshalb als eigene Prüfdimensionen.
Lohnabrechnung und DEÜV
Entgeltabrechnungsprogramme müssen für die Meldungen nach der Datenerfassungs- und -übermittlungsverordnung eine Systemuntersuchung durchlaufen. Die ITSG führt sie im Auftrag des GKV-Spitzenverbands durch und vergibt das GKV-Zertifikat. Ohne geprüftes Programm ist der maschinelle Meldeweg an die Sozialversicherung nicht regelkonform.
- Prüffrage: Liegt für das Abrechnungsmodul ein gültiges GKV-Zertifikat vor?
- Alternative: Übergabe an DATEV oder einen Abrechnungsdienstleister, dann Schnittstelle und Verantwortungsgrenze klären
- Quelle: GKV-Spitzenverband und ITSG, Systemuntersuchung Entgeltabrechnung, 2026
Tarifbindung
Tarifverträge bringen Zuschläge, Schichtmodelle, Zeitkonten, Sonderzahlungen und branchenspezifische Sonderlogik mit. Viele Systeme können diese Regeln nur über Einzelkonfiguration abbilden, was jede Tarifrunde zu einem Änderungsprojekt macht. Entscheidend ist, ob der Tarif als eigenes, wartbares Regelwerk existiert.
- Prüffrage: Lässt sich ein Tarifwerk als versioniertes Regelset pflegen oder nur pro Mitarbeitendem konfigurieren?
- Im HR Selection Portal werden Tarifthemen als eigene Anforderungs-Sets festgehalten und sind wiederverwendbar
Betriebsratsfähigkeit
Sofern ein Betriebsrat besteht, greift bei der Einführung technischer Einrichtungen, die zur Überwachung von Verhalten oder Leistung geeignet sind, das Mitbestimmungsrecht nach Paragraf 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG. Praktisch heißt das: Auswertbarkeit ist ein Verhandlungsgegenstand, nicht nur ein Feature.
- Prüffrage: Lassen sich Auswertungen rollenbasiert sperren und Schwellenwerte für Gruppengrößen setzen?
- Prüffrage: Gibt es einen Nachweis darüber, wer welche Auswertung wann abgerufen hat?
- Im Selection Portal ist der Betriebsrat eine formale Rolle mit dokumentiertem Freigabestatus
Datenresidenz
Die Frage nach dem Hosting-Standort wird oft mit der Angabe EU beantwortet und ist damit nicht beantwortet. Relevant sind produktive Daten, Backups, Logs, Support-Zugriffe und die vollständige Kette der Sub-Prozessoren. Erst diese Kette entscheidet, ob ein Drittlandtransfer stattfindet.
- Prüffrage: In welchem Rechenzentrum liegen produktive Daten, Backups und Logs jeweils?
- Prüffrage: Wer sind die Sub-Prozessoren, und aus welchen Ländern erfolgt der Support-Zugriff?
- Unterlagen: Auftragsverarbeitung, technische und organisatorische Maßnahmen, Sub-Prozessor-Liste
Swissdec und Lohnstandard-CH
Swissdec ist der Schweizer Verein hinter dem Lohnstandard-CH, dem einheitlichen Lohnmeldeverfahren ELM. Lohnsoftware wird nach diesem Standard zertifiziert und kann Lohndaten dann elektronisch an AHV-Ausgleichskassen, Suva und weitere Versicherer sowie an Steuerbehörden übermitteln. Ohne Zertifizierung fällt der Betrieb auf manuelle Meldewege zurück.
- Prüffrage: Ist das Produkt Swissdec-zertifiziert, und in welcher ELM-Version?
- Prüffrage: Deckt die Zertifizierung auch die Quellensteuerabrechnung ab?
- Quelle: Swissdec, Lohnstandard-CH ELM, 2026
ELDA und mBGM
ELDA ist der elektronische Datenaustausch mit den österreichischen Sozialversicherungsträgern. Über ihn läuft unter anderem die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung an die Österreichische Gesundheitskasse, dazu An- und Abmeldungen sowie Änderungsmeldungen. Für österreichische Standorte ist das keine Zusatzfunktion, sondern Voraussetzung für den Betrieb.
- Prüffrage: Erzeugt das System die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung und übermittelt sie direkt über ELDA?
- Prüffrage: Werden Meldefristen und Korrekturmeldungen im System geführt?
- Quelle: Österreichische Gesundheitskasse und ELDA, 2026
Diese sechs Dimensionen fließen mit 20 Prozent als Block Compliance und Mitbestimmung in den Match-Score des KI-Matchings ein (Find-Your-HR, 2026). Wer sie vor dem ersten Anbietergespräch als Ausschlusskriterien setzt, verkürzt die Longlist erheblich, weil international ausgelegte Suiten hier häufig auf Partnerlösungen verweisen. Ausführlich behandelt sind sie im Funktionsblock Payroll-Software und auf der Seite HR-Software Vergleich.
Häufige Fragen zum HR-Navigator
Zehn Fragen zu Zweck, Kosten, Abgrenzung und Datenverarbeitung. Jede Antwort ist ohne den übrigen Seiteninhalt verständlich.
Was ist der HR-Navigator von Find-Your-HR?
Der HR-Navigator ist die kostenlose Orientierungsebene von Find-Your-HR und keine Matching-Engine. Er zerlegt den HR-Software-Markt in sechs Funktionsblöcke, nämlich Core HR und Personalakte, Recruiting und ATS, Zeit und Workforce Management, Payroll, Talent und Performance sowie Lernen und LMS, und ergänzt sie um sechs Methodikseiten von den Grundlagen bis zu den Preismodellen. Von jedem Einstiegspunkt führt er entweder auf eine Detailseite oder direkt in das KI-Matching. Für die Nutzung sind weder Registrierung noch Formular noch Personaldaten nötig.
Was kostet der HR-Navigator?
Der HR-Navigator kostet nichts und verlangt keine Registrierung. Auch das anschließende KI-Matching ist im Schnellcheck kostenfrei und zeigt die Top 20 HR-Systeme mit ausgewählten Referenzen je System. Kostenpflichtig sind erst die vertiefenden Stufen: die Tiefenanalyse mit individuellem Anforderungskatalog und Analyse-Report für 900 Euro einmalig sowie die begleitete Auswahl ab 8.000 Euro einmalig, jeweils laut der Preisseite von Find-Your-HR (2026). Das HR Selection Portal wird auf seiner Produktseite mit 1.000 Euro einmalig für ein einzelnes HR-Projekt oder ab 200 Euro pro Monat ausgewiesen.
Worin unterscheidet sich der HR-Navigator vom KI-Matching?
Der HR-Navigator ordnet das Thema, das KI-Matching ordnet den Anbietermarkt. Der Navigator beantwortet die Frage, welches Modul und welcher Methodikschritt zuerst dran sind, und verlangt dafür nur Lesen. Das KI-Matching beantwortet die Frage, welche Systeme konkret passen: Sie geben die Unternehmens-URL ein, die Engine leitet über 60 Anforderungsmerkmale aus öffentlich zugänglichen Informationen ab und vergleicht sie mit über 180 HR-Systemen, im Durchschnitt in rund sechs Minuten (Find-Your-HR, 2026). Ergebnis des Navigators ist ein Einstiegspunkt, Ergebnis des Matchings ist eine Shortlist mit Match-Score von 0 bis 100 je System.
Wann brauche ich das HR Selection Portal statt des HR-Navigators?
Das HR Selection Portal wird nötig, sobald die Auswahl von mehreren Parteien formal mitgetragen werden muss. Es führt die Auswahl als Projekt über fünf Phasen, von Scoping und Setup über Vorauswahl, Anforderungen und Anbieter-Demos bis zu den Verträgen, und bindet bis zu 200 Stakeholder in einem mandantengetrennten Datenraum ein. Betriebsrat und Datenschutz sind dabei eigene Rollen mit dokumentiertem Freigabestatus, was die Mitbestimmung nach Paragraf 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG nachweisbar macht, sofern ein Betriebsrat besteht. Der Navigator dagegen ist reine Orientierung ohne Projektsteuerung, Dokumentation oder Audit-Trail.
Was macht Amatus und ist die Nutzung verpflichtend?
Amatus ist der KI-Co-Pilot, der in die Werkzeuge des HR Selection Portals eingebaut ist, und kein eigenständiger Chatbot. Er priorisiert Anforderungen vor, bewertet Anbieterantworten, fasst Demos zusammen, überwacht Deadlines und prüft Verträge in einem ersten Durchgang auf Auftragsverarbeitung, technische und organisatorische Maßnahmen, Sub-Prozessoren und Exit-Klauseln. Die Aufgabenteilung heißt Strategy by Humans, Execution by Amatus: Zielsetzung, Gewichtung und Anbieterentscheidung bleiben beim Unternehmen. Amatus ist ein optionales Add-on und lässt sich projektweise oder vollständig abschalten, das Portal funktioniert auch ohne ihn.
Zahlen Anbieter dafür, im HR-Navigator oder in der Shortlist aufzutauchen?
Nein. Find-Your-HR arbeitet ohne Provisionsmodell: Anbieter zahlen weder für die Aufnahme in den Vergleich noch für eine bessere Position in der Shortlist. Die Reihenfolge ergibt sich allein aus dem Match-Score, der sich zu 38 Prozent aus der funktionalen Abdeckung, zu 27 Prozent aus der Integrationsfähigkeit, zu 20 Prozent aus Compliance und Mitbestimmung und zu 15 Prozent aus Kosten und Skalierbarkeit zusammensetzt (Find-Your-HR, 2026). Das ist der strukturelle Unterschied zu Bewertungsportalen, die Platzierungen und Leads verkaufen. Zu jeder Platzierung wird zudem begründet, welche Anforderungen erfüllt sind und wo Grenzen liegen.
Wie lange dauert es vom HR-Navigator bis zu einer Shortlist?
Der HR-Navigator selbst kostet keine Zeit über das Lesen hinaus, weil er weder Formular noch Registrierung noch Dateneingabe verlangt. Das anschließende KI-Matching führt laut Find-Your-HR im Durchschnitt in rund sechs Minuten von der Eingabe der Unternehmens-URL zur Shortlist (2026). Zum Vergleich nennt Find-Your-HR für die klassische Auswahl sechs bis zwölf Wochen bis zur ersten Shortlist und für Vergleichsportale ein bis zwei Tage. Beim HR Selection Portal ist zwischen Werkzeugbedienung und Projektlaufzeit zu unterscheiden: Die Bedienung des Portals kostet je Arbeitsschritt Stunden. Die Projektlaufzeit einer vollständigen Auswahl von Anforderungskatalog bis Vertragsentscheidung liegt bei Unternehmen dieser Größe bei vier bis sechs Monaten und wird vom Auswahlteam bestimmt, nicht vom Werkzeug.
Für welche Unternehmensgrößen und Rollen ist der HR-Navigator gedacht?
Der HR-Navigator richtet sich an Unternehmen mit etwa 50 bis 5.000 Mitarbeitenden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Adressiert sind vor allem drei Rollen mit unterschiedlichen Leitfragen: die CHRO oder Personalleitung fragt, welcher Funktionsblock zuerst entschieden wird, die CFO oder Finanzleitung fragt nach den Gesamtkosten über fünf Jahre statt nach dem Listenpreis, und die IT-Leitung fragt nach Datenresidenz, Schnittstellen und Betreibbarkeit. Das HR Selection Portal nennt als Kernzielgruppe Organisationen mit 200 bis 5.000 Mitarbeitenden, führt aber auch ein Profil für People Ops in wachsenden Unternehmen mit 30 bis 250 Mitarbeitenden.
Berücksichtigt die Auswahl deutsche Lohnabrechnung, Swissdec und ELDA?
Ja, und das ist der Punkt, an dem international normierte Bewertungsportale strukturell ausfallen. In Deutschland müssen Entgeltabrechnungsprogramme für die Meldungen nach der Datenerfassungs- und -übermittlungsverordnung eine Systemuntersuchung durchlaufen, die die ITSG im Auftrag des GKV-Spitzenverbands durchführt und mit dem GKV-Zertifikat abschließt. In der Schweiz braucht die elektronische Lohnmeldung an AHV, Suva und Steuerbehörden eine Swissdec-Zertifizierung nach dem Lohnstandard-CH, kurz ELM. In Österreich läuft die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung an die Österreichische Gesundheitskasse über ELDA, den elektronischen Datenaustausch der Sozialversicherungsträger. Hinzu kommen Tarifbindung, Betriebsratsfähigkeit und Datenresidenz als eigenständige Prüfdimensionen.
Welche Daten muss ich preisgeben, um den HR-Navigator und das Matching zu nutzen?
Für den HR-Navigator selbst gar keine, er ist eine Übersichtsseite ohne Formular und ohne Registrierung. Das KI-Matching benötigt ausschließlich die Adresse Ihrer Unternehmenswebseite und wertet dann nur öffentlich zugängliche Informationen aus, etwa Branche, Unternehmensgröße, Standorte, Stellenanzeigen und Impressum. Personenbezogene Beschäftigtendaten werden dabei nicht verarbeitet. Im HR Selection Portal arbeiten Teams mit anonymisierten Beispieldaten, echte Beschäftigtendaten sind nicht erforderlich, und alle erfassten Anforderungen, Bewertungen und Vertragsklauseln bleiben im mandantengetrennten Datenraum.
Wählen Sie Ihren Einstiegspunkt
Der Navigator verlangt genau eine Entscheidung: Funktionsblock oder Methodikschritt. Beides ist kostenlos, ohne Registrierung und ohne Dateneingabe erreichbar. Wenn Sie stattdessen sofort Anbieter sehen wollen, führt das KI-Matching in rund sechs Minuten von der Unternehmens-URL zur Shortlist.