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HR-Software Vergleich 2026

Personio vs. HRworks: die Systemfrage für den DACH-Mittelstand

Personio und HRworks zählen zu den meistgesuchten Namen, wenn Unternehmen im deutschsprachigen Mittelstand ihre Cloud-HR-Software für Personalakte, Zeiterfassung, Recruiting und die Vorbereitung der Lohnbuchhaltung vergleichen. Personio (Cloud-HR-Software, gegründet 2015 in München) setzt auf eine mitarbeiterzentrierte Plattform, HRworks (HR-Software für den deutschen Mittelstand, gegründet bereits 1998 in Freiburg im Breisgau) startete ursprünglich als Spezialanbieter für digitale Reisekostenabrechnung. Wer 2026 entscheidet, vergleicht deshalb zwei unterschiedliche Philosophien mit unterschiedlichen Kernstärken, nicht zwei austauschbare Varianten derselben Software.

DATEV-Integration
Reisekosten & Spesen
Zeitwirtschaft
DSGVO & Hosting
1998
Gründungsjahr HRworks in Freiburg, ursprünglich als Reisekosten-Spezialist
2015
Gründungsjahr Personio in München
16.000
Kundenunternehmen nutzen Personio laut Herstellerangabe (2026)
3.000
Kundenunternehmen nutzen HRworks mit rund 400.000 Endnutzer:innen (Mai 2026)
Strategische Ausrichtung

Zwei Philosophien, eine Softwarekategorie

Der Vergleich lohnt sich vor allem für Unternehmen im DACH-Mittelstand, die eine cloudbasierte HR-Lösung mit Sitz und Datenverarbeitung in Deutschland beziehungsweise der EU suchen und dabei zwischen einer mitarbeiterzentrierten Plattform und einer compliance- und prozessorientierten Suite abwägen.

Für wen Personio spricht

Employee Experience und Wachstum

Personio richtet sich mit dem Core-Paket an Organisationen von etwa 1 bis 200 Mitarbeitenden und mit Core Pro an größere Organisationen ab rund 200 Mitarbeitenden. In der Praxis gilt das System als gut geeignet für Unternehmen zwischen etwa 50 und rund 2.000 Mitarbeitenden mit Fokus auf intuitive Oberfläche, offenes App-Ökosystem und häufige Produktupdates.

  • Wachstumsorientierte Tech- und Dienstleistungsunternehmen
  • Hoher Stellenwert von Recruiting-Volumen und Candidate Experience
  • Flexible New-Work-Modelle wie Homeoffice und Gleitzeit
Für wen HRworks spricht

DATEV, Zeitwirtschaft und Reisekosten aus einer Hand

HRworks positioniert sich enger: Der Anbieter nennt selbst eine Zielgruppe von 20 bis 500 Mitarbeitenden pro Kundenunternehmen im deutschen Rechtskreis, mit Fokus auf eine geprüfte DATEV-Anbindung, eine strukturierte Zeitwirtschaft und eine ausgereifte Reisekosten- und Spesenabrechnung in einem System.

  • Kleine und mittlere Unternehmen im deutschen Rechtskreis
  • Intensive Reisetätigkeit und enger Bezug zur Steuerkanzlei
  • Klare Präferenz für Made-in-Germany-Prozesse
Im direkten Vergleich

Personio und HRworks im Feature-Vergleich 2026

Die folgende Übersicht fasst die Kriterien zusammen, die im DACH-Mittelstand am häufigsten über die Systemwahl entscheiden.

KriteriumPersonioHRworks
Strategische AusrichtungPeople Operating System, offenes ÖkosystemGeschlossenere Suite, Fokus Lohn & Zeitwirtschaft
Gründung / Sitz2015, München1998, Freiburg im Breisgau
Typische Zielgruppeca. 50 bis 2.000 Mitarbeitende20 bis 500 Mitarbeitende (Herstellerangabe)
DATEV-IntegrationDatei-basierter Lohnexport, alternativ Personio Payroll Bidirektionaler Lohnaustauschdatenservice, DATEV-Award 2025
Eigene Lohnabrechnung Personio Payroll, ITSG-zertifiziert seit 2024 nur über Partner wie DATEV oder ADDISON
ZeitwirtschaftFokus Gleitzeit & Homeoffice, Schicht über Partner wie ATOSSTerminals/Kiosk mit PIN oder QR-Code, komplexe Schichtrotation unbelegt
Recruiting & Talent Starke Candidate Experience, Karriereseiten-BaukastenIntegriertes Bewerbermanagement, administrativer Fokus
Reisekosten & Spesen kein natives Modul, nur Marketplace-Apps wie Circula oder Navan natives Modul mit KI-OCR, Kernkompetenz seit Gründung 1998
Preismodell 2026Auf Anfrage, Richtwert ca. 2,83–3,96 €/MA/MonatAuf Anfrage, keine öffentliche Preisstaffel
Kostenlose Testphase14 Tage, ohne Zahlungsdatenrund 30 Tage
HostingAWS-Region Frankfurt (Dokumentation von 2022)AWS Dublin, Irland (DSGVO-konform, EU)
Anbieterprofile

Wer steckt hinter Personio und HRworks?

Profil 01 · Personio

Personio: Cloud-HR-Software aus München

Personio (Cloud-HR-Software, gegründet 2015 in München von einem Team um CEO Hanno Renner) nutzen nach aktuellen Herstellerangaben 2026 rund 16.000 Kundenunternehmen. Das Unternehmen erreichte 2021 Unicorn-Status und wurde bei einer Finanzierungsrunde im Juni 2022 zuletzt mit rund 8,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Nach einem laut Personalwirtschaft am 31. Oktober 2025 gemeldeten Stellenabbau beschäftigt Personio aktuell rund 1.800 Mitarbeitende.

  • Kundendaten laut Sicherheitsdokumentation von 2022 in der AWS-Region Frankfurt
  • Marketplace mit Slack, Microsoft Teams, Greenhouse, Okta u.a.
  • Eigenes Payroll-Modul seit April 2024, ITSG-zertifiziert
  • Preise ausschließlich auf Anfrage, 14 Tage Testphase
Profil 02 · HRworks

HRworks: HR-Suite aus Freiburg für den Mittelstand

HRworks (HR-Software für den deutschen Mittelstand, gegründet 1998 in Freiburg im Breisgau, seit 2020 im Portfolio des Investors Maguar Capital) beschäftigt nach aktuellen Unternehmensangaben von Mai 2026 rund 210 Mitarbeitende und betreut rund 3.000 Kundenunternehmen mit insgesamt rund 400.000 Endnutzer:innen.

  • Kundendaten bei AWS im Rechenzentrum Dublin, Irland
  • DATEV-Marktplatz Award 2025 für den Lohnaustauschdatenservice
  • ISO-27001-Zertifizierung im März 2026 bestätigt
  • Preise ausschließlich auf Anfrage, rund 30 Tage Testphase
Funktionen im Alltag

Wo der Unterschied im Arbeitsalltag spürbar wird

Sechs Bereiche, in denen sich die unterschiedliche Ausrichtung beider Systeme im täglichen HR-Betrieb konkret bemerkbar macht.

01 · Strategie

People Operating System vs. Suite

Personio versteht sich als zentrale Plattform mit Zusatzmodulen über einen offiziellen Marketplace. HRworks bündelt Personalverwaltung, Zeitwirtschaft und Reisekosten aus einer Hand und übergibt die Entgeltabrechnung bewusst an DATEV oder ADDISON.

02 · DATEV

Lohnvorbereitung & DATEV

HRworks überträgt Lohndaten seit Juli 2025 über den DATEV Lohnaustauschdatenservice per REST-API. Personio exportiert klassischer als Datei, bietet mit Personio Payroll seit 2024 aber ein eigenes, ITSG-zertifiziertes Modul.

03 · Zeiterfassung

Zeitwirtschaft & Schichtplanung

Personio deckt Arbeitszeit und Abwesenheiten mit Schwerpunkt auf Gleitzeit und Homeoffice ab, Schichtplanung läuft über Partner wie ATOSS. HRworks bietet Terminals mit PIN- oder QR-Anmeldung, komplexe Mehrschichtplanung ist öffentlich nicht belegt.

04 · Recruiting

Recruiting & Bewerbermanagement

Personio gilt verbreitet als System mit stärkerer Candidate Experience, Karriereseiten-Baukasten und Multiposting. HRworks deckt Stellenausschreibung und Bewerberverwaltung mit administrativem statt Employer-Branding-Fokus ab.

05 · Reisekosten

Travel & Expense

HRworks wurde 1998 als reiner Reisekosten-Anbieter gegründet und bietet KI-gestützte OCR-Belegerkennung, automatische Pauschalen und direkte Übergabe an SAP, DATEV oder Dynamics NAV. Personio bietet dafür kein natives Modul, nur Marketplace-Integrationen wie Circula oder Navan.

06 · Personalakte

Digitale Personalakte

Beide Systeme bieten eine vollständige digitale Personalakte mit Dokumentenmanagement und Rollen- und Rechtekonzepten, geeignet auch für gesetzliche Aufbewahrungsfristen von bis zu zehn Jahren.

Recht & Compliance

DSGVO, Mitbestimmung und Arbeitszeiterfassungspflicht

Unabhängig vom gewählten System muss HR-Software 2026 eine wachsende Zahl rechtlicher Anforderungen erfüllen, die Sie bei Personio wie bei HRworks konkret erfragen sollten, statt sich auf allgemeine Marketingaussagen zu verlassen.

DSGVO & Hosting

Unterschiedliche Rechenzentren

Beide Anbieter sind in Deutschland ansässig und werben mit DSGVO-konformer Verarbeitung in der EU. Personio dokumentierte 2022 die AWS-Region Frankfurt, HRworks nennt aktuell AWS Dublin, Irland, trotz des Slogans „Sicherheit made in Germany“. Prüfen Sie Hosting-Standort und Auftragsverarbeitungsvertrag im konkreten Angebot.

Mitbestimmung

§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG

Digitale Zeiterfassung unterliegt in Betrieben mit Betriebsrat der Mitbestimmungspflicht, da sie als technische Einrichtung zur Verhaltens- und Leistungskontrolle gelten kann. Beide Systeme bieten granulare Rollen- und Rechtekonzepte für entsprechende Betriebsvereinbarungen.

Arbeitszeiterfassung

BAG-Grundsatzurteil 2022

Seit dem Grundsatzurteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 sind Arbeitgeber verpflichtet, Arbeitszeiten systematisch zu erfassen. Beide Systeme bieten dafür Erfassungsfunktionen, HRworks zusätzlich über physische Terminals mit PIN- oder QR-Anmeldung.

DATEV-Zertifizierung

DATEV-Marktplatz Award 2025

HRworks gehörte im Juli 2025 zu den ersten drei Partnern, die den neuen DATEV Lohnaustauschdatenservice implementierten, und erhielt dafür den DATEV-Marktplatz Award in einer eigenen Sonderkategorie. Personio bietet eine klassischere, dateibasierte DATEV-Schnittstelle.

Aufbewahrungsfristen

Bis zu zehn Jahre

Gesetzliche Aufbewahrungsfristen für Personal- und Lohnunterlagen reichen je nach Dokumentart bis zu zehn Jahre. Beide Systeme bilden dafür eine revisionssichere digitale Personalakte ab.

EU AI Act

Transparenzpflichten ab 2026

Setzen Recruiting- oder Matching-Funktionen KI-Komponenten ein, greifen ab 2026 schrittweise die Transparenzpflichten des EU AI Act. Fragen Sie beide Anbieter aktiv nach ihrer aktuellen Einstufung.

Kosten & TCO

Was Personio und HRworks wirklich kosten

Beide Anbieter kommunizieren 2026 keine öffentlichen Preislisten mehr und arbeiten mit individuellen Angeboten auf Anfrage. Die folgenden Richtwerte stammen aus früheren, historischen Preisstufen und Marktbeobachtungen.

UnternehmensgrößePersonio (Richtwert)HRworks (Richtwert)
Klein, Core-Paket (ca. 1–50 MA)ca. 99–150 €/Monat + Add-onsauf Anfrage, keine öffentliche Staffel
Mittel (ca. 50–200 MA)ca. 2,83–3,96 €/MA/Monat + Moduleauf Anfrage, nach Modulumfang
Groß, Core Pro (ab 200 MA)individuelles Enterprise-Angebotindividuelles Angebot, Zielobergrenze ca. 500 MA

Richtwerte auf Basis historischer Preisstufen und Marktbeobachtungen, Stand 2026, keine offiziellen, aktuell veröffentlichten Preislisten der Hersteller. Auch unabhängige Portale wie trusted.de oder Capterra führen für HRworks keine öffentliche Preisstaffel. Verträge bei Personio laufen laut Marktbeobachtern in der Regel über zwölf Monate mit drei Monaten Kündigungsfrist.

Entscheidungshilfe

In 6 Schritten zur richtigen Entscheidung

Personio passt meist zu wachstumsstarken Unternehmen mit Fokus auf Employee Experience, HRworks eher zu kleinen und mittleren Unternehmen mit intensiver Reisetätigkeit und engem DATEV-Bezug. So strukturieren Sie die Entscheidung in der Praxis.

01

Kernprozess identifizieren

Employee Experience und Recruiting oder Lohnvorbereitung, Zeitwirtschaft und Reisekosten, was ist Ihr dringendstes Problem?

02

DATEV-Anbindung live prüfen

Lassen Sie sich die DATEV-Anbindung beider Systeme anhand Ihres eigenen Lohnprozesses demonstrieren.

03

Reisekosten mit echten Belegen testen

Prüfen Sie konkret, wie eine typische Reisekostenabrechnung in beiden Systemen abläuft, nicht nur in der Demo, sondern mit echten Belegen.

04

Abwesenheits- und Schichtmodelle durchspielen

Spielen Sie eigene Abwesenheits- und gegebenenfalls Schichtmodelle in beiden Systemen durch.

05

Identische Angebote anfragen

Fragen Sie bei beiden Anbietern identische Mitarbeiterzahlen und Modulwünsche an, um die Angebote fair zu vergleichen.

06

Testphase aktiv nutzen

14 Tage bei Personio, rund 30 Tage bei HRworks: Nutzen Sie die Zeit für reale Anwendungsfälle und halten Sie Kriterien und Ergebnisse schriftlich fest.

FAQ

Häufige Fragen zu Personio und HRworks

Was ist der größte Unterschied zwischen Personio und HRworks?

Personio, gegründet 2015 in München, ist eine mitarbeiterzentrierte Cloud-HR-Plattform mit Fokus auf Employee Experience, Recruiting und ein offenes App-Ökosystem. HRworks, gegründet bereits 1998 in Freiburg ursprünglich als Anbieter für digitale Reisekostenabrechnung, ist stärker auf DATEV-Anbindung, Zeitwirtschaft und vor allem eine tief integrierte Reisekosten- und Spesenabrechnung ausgerichtet. Vereinfacht gesagt ist Personio die Plattform für Employee Experience, HRworks die Compliance- und Reisekosten-Engine für den deutschen Mittelstand.

Welches System hat die bessere DATEV-Integration, Personio oder HRworks?

HRworks gehörte 2025 zu den ersten Anbietern, die den neuen DATEV Lohnaustauschdatenservice implementierten, eine bidirektionale REST-API-Schnittstelle, und erhielt dafür 2025 den DATEV-Marktplatz Award in einer eigenen Sonderkategorie. Personio bietet ebenfalls eine DATEV-Schnittstelle, diese ist jedoch klassischer als Dateiexport aufgebaut, alternativ steht mit Personio Payroll ein eigenes, seit 2024 ITSG-zertifiziertes Lohnabrechnungsmodul für Deutschland zur Verfügung. Für Unternehmen mit hohem Abstimmungsbedarf zwischen HR und Steuerkanzlei ist HRworks 2026 meist die tiefer integrierte Lösung.

Welches System ist bei Reisekosten und Spesen stärker aufgestellt?

Eindeutig HRworks. Reisekostenabrechnung ist die historische Kernkompetenz des Unternehmens, gegründet 1998 speziell zu diesem Zweck, mit KI-gestützter OCR-Belegerkennung, automatisch aktualisierten In- und Auslandspauschalen, Kilometergeld, tagesaktuellen Wechselkursen, automatischem Kreditkarten-Import, Vorschussverwaltung und Genehmigungsworkflow sowie direkter Übergabe an SAP, DATEV oder Microsoft Dynamics NAV. Personio bietet dafür kein eigenes, natives Modul, sondern ausschließlich Marketplace-Integrationen mit Drittanbietern wie Circula, Mobilexpense oder Navan, was zusätzliche Lizenzkosten und Integrationsaufwand bedeutet.

Was kostet Personio im Vergleich zu HRworks?

Beide Anbieter veröffentlichen 2026 keine öffentlichen Preislisten mehr und arbeiten mit Preis auf Anfrage. Für Personio kursieren aus früheren Preisstufen Richtwerte von etwa 2,83 bis 3,96 Euro pro Mitarbeitendem und Monat für die Basispakete, zuzüglich modularer Add-ons. Für HRworks liegt keine vergleichbare, vom Anbieter selbst veröffentlichte Zahl vor, auch unabhängige Portale wie trusted.de oder Capterra führen keine öffentliche Preisstaffel für HRworks. Ein konkretes, verbindliches Angebot lässt sich bei beiden Systemen nur über eine direkte Anfrage einholen.

Für welche Unternehmensgröße eignet sich Personio am besten?

Personio ist mit dem Core-Paket auf etwa 1 bis 200 Mitarbeitende und mit Core Pro auf größere Organisationen ab rund 200 Mitarbeitenden ausgelegt und gilt insgesamt als gut geeignet für Unternehmen zwischen etwa 50 und rund 2.000 Mitarbeitenden. Nach aktuellen Herstellerangaben nutzen 2026 rund 16.000 Kundenunternehmen die Plattform. Für sehr stark schichtbasierte oder produzierende Betriebe ist Personio seltener die erste Wahl.

Für welche Unternehmensgröße eignet sich HRworks am besten?

HRworks richtet sich nach eigener Angabe gezielt an Unternehmen mit 20 bis 500 Mitarbeitenden im deutschen Rechtskreis und betreut aktuell rund 3.000 Kundenunternehmen mit insgesamt rund 400.000 Endnutzer:innen. Die Stärken liegen bei kleinen und mittleren Unternehmen mit intensiver Reisetätigkeit und engem Lohnbuchhaltungs-Bezug zu DATEV oder ADDISON. Für Konzerne oberhalb von rund 500 Mitarbeitenden liegt öffentlich keine passende Anbieterangabe vor.

Welches System eignet sich besser für Recruiting?

Personio gilt im DACH-Vergleich häufig als das System mit der stärkeren Candidate Experience, inklusive Karriereseiten-Baukasten und Multiposting-Funktionen. HRworks bietet ebenfalls ein integriertes Bewerbermanagement, der Schwerpunkt liegt hier aber stärker auf der administrativen Abwicklung als auf Employer Branding.

Bietet HRworks auch Zeiterfassung über Terminals, und wie steht es um komplexe Schichtplanung?

Ja, physische Zeiterfassung ist bei HRworks belegt: Die Produktseite von HRworks zur digitalen Zeiterfassung nennt explizit die Erfassung über Terminal beziehungsweise Kiosk mit PIN- oder QR-Code-Anmeldung. Für komplexere Mehrschicht- und Rotationsplanung mit wechselnden Teams liegen auf den öffentlich zugänglichen HRworks-Seiten keine explizit belegten Angaben vor, dieser Punkt sollte bei entsprechendem Bedarf konkret im Vertrieb erfragt und idealerweise in einer Live-Demo mit eigenen Schichtplänen geprüft werden.

Wie lange sind die kostenlosen Testphasen bei Personio und HRworks?

Personio bietet in der Regel eine 14-tägige kostenlose Testphase ohne Zahlungsinformationen an. Für HRworks nennt eine unabhängige Marktübersicht rund 30 Tage kostenlose Testphase. Der tatsächliche Testzugang kann sich je nach angefragtem Modulumfang unterscheiden, eine Rückfrage beim jeweiligen Vertrieb vor dem Start lohnt sich in jedem Fall.

Wo werden die Daten von Personio und HRworks gespeichert, und wie steht es um die DSGVO?

Beide Anbieter sind in Deutschland ansässig und werben mit DSGVO-konformer Datenverarbeitung innerhalb der EU, die tatsächlichen Rechenzentren liegen aber an unterschiedlichen Standorten: Personio nach einer älteren, aus 2022 stammenden Sicherheitsdokumentation in der AWS-Region Frankfurt, HRworks nach aktueller Angabe bei AWS in Dublin, Irland. Bemerkenswert dabei: HRworks wirbt selbst mit dem Slogan Sicherheit made in Germany, während die eigene Sicherheitsseite unter hrworks.de Dublin als tatsächlichen Serverstandort nennt. Prüfen Sie den konkreten Hosting-Standort und den Auftragsverarbeitungsvertrag im jeweils vorliegenden Angebot im Detail, statt sich auf pauschale Zusagen zu verlassen.

Seit wann gibt es HRworks wirklich, und stimmt die oft genannte Zahl 2007?

Als Marke und Geschäftsidee entstand HRworks bereits 1998 in Freiburg im Breisgau, ursprünglich als spezialisierter Anbieter für digitale Reisekostenabrechnung, und diese Zahl nennt der Anbieter selbst als offizielles Gründungsjahr. Die in älteren Quellen kursierende Zahl 2007 lässt sich vermutlich auf die Firmengeschichte im Handelsregister zurückführen: Die heutige HRworks GmbH wurde laut Handelsregister- und Northdata-Eintrag erst 2006 unter dem Namen ClassWare Gesellschaft für Softwareentwicklung mbH eingetragen und 2007 in HRworks GmbH umbenannt. Für diese Seite gilt weiterhin 1998 als das relevante, vom Unternehmen selbst kommunizierte Gründungsjahr.

Was sagen echte Nutzer über Personio und HRworks?

Personio verfügt auf der internationalen Bewertungsplattform G2 über 863 Bewertungen und gehört damit zu den am breitesten besprochenen HR-Systemen im deutschsprachigen und internationalen Markt. HRworks wird regelmäßig von OMR Reviews ausgezeichnet, unter anderem als eine der beliebtesten HR-Softwarelösungen im Mittelstand, gestützt auf Bewertungen aus dem eigenen Kundenstamm des Anbieters. Bewertungsportale unterliegen einem Selbstselektions-Bias und sind ein sinnvoller Ausgangspunkt für die eigene Recherche, ersetzen aber keine eigene Live-Demo mit realen Anwendungsfällen aus dem eigenen Unternehmen.

Kann ich von HRworks zu Personio wechseln oder umgekehrt?

Ein Wechsel zwischen HR-Systemen ist grundsätzlich möglich, erfordert aber eine sorgfältige Migration von Personalstammdaten, Abwesenheits- und Lohnhistorien sowie laufenden Genehmigungsprozessen. Beide Anbieter unterstützen Datenexporte und bieten Onboarding-Begleitung für den Umstieg an, der Aufwand hängt stark von der Zahl der Mitarbeitenden, der Historie und angebundenen Drittsystemen wie DATEV oder Reisekosten-Tools ab.

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