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Produktvergleich 2026

Personio vs. Factorial: HR-Software-Vergleich 2026 für KMU

Personio (gegründet 2015, München) und Factorial (gegründet 2016, Barcelona) sind zwei der meistdiskutierten HR-Plattformen im europäischen KMU-Markt. Factorial bietet transparentes modulares Pricing ab 8 Euro pro Mitarbeiter und Monat, Personio setzt auf individuelle Angebote. Dieser Vergleich basiert auf verifizierten Produktdaten für Unternehmen mit 20 bis 500 Mitarbeitern in Deutschland. Hinweis: Die DATEV-Integration gilt primär für Deutschland. Für Österreich und die Schweiz gelten andere Lohnökosysteme.

ab 8 €
pro Mitarbeiter/Monat bei Factorial (modulares Pricing, Stand 2025)
2015
vs. 2016: Gründungsjahre Personio München vs. Factorial Barcelona
12T+
Personio-Kunden vs. 14.000+ Factorial-Kunden weltweit (Stand 2024/25)
14 T
kostenlose Testphase bei beiden Anbietern
Marktüberblick

Warum dieser Vergleich entscheidend ist

Personio und Factorial werden im DACH-Markt häufig als direkte Alternativen diskutiert. Beide bedienen aber unterschiedliche Käufertypen.

Personio-Stärken

DACH-Verankerung und Partnernetz

Personio (2015, München) hat eine ausgeprägte DACH-DNA: DATEV-Schnittstellen, Betriebsrats-Compliance nach BetrVG, deutschsprachiger Support und ein Integrationsnetzwerk mit über 400 Partnern, darunter Microsoft Teams, Slack und SAP Business One. Das System ist ISO 27001:2022 zertifiziert (Zertifikat ISMS-PE-121523). Geeignet für Unternehmen, die eine starke lokale Verankerung und ein breites Partnernetz priorisieren.

Factorial-Stärken

Transparentes Pricing und nativer Funktionsumfang

Factorial (2016, Barcelona) bietet transparentes modulares Pricing ab 8 Euro PEPM, ISO 27001:2022 und SOC 2 Type II Zertifizierung sowie native Schichtplanung, Spesenverwaltung und Corporate Cards. Geeignet für preissensible Unternehmen mit internationalem Anspruch oder Schichtbetrieb. Schwäche: Das DACH-Partnernetzwerk ist kleiner, deutschsprachiger Support noch im Aufbau.

Gemeinsame Einschränkung: Beide Systeme decken ausschließlich die vorbereitende Lohnabrechnung ab. Für DEÜV-Meldungen und Lohnsteueranmeldung wird weiterhin ein DATEV-Steuerberater oder ein zertifiziertes Lohnbüro benötigt. Laut Bitkom 2024 nutzen rund 60 Prozent der Unternehmen unter 500 Mitarbeitern externe Unterstützung für die Lohnabrechnung. Wer über Personio und Factorial hinaus vergleichen möchte, sollte auch HiBob (europäischer Mid-Market), Kenjo (deutsches HR-Startup) und rexx systems (DACH-native Suite) in die Longlist aufnehmen.

Anbietervergleich

Personio vs. Factorial: Funktionen im Direktvergleich

Alle wesentlichen Unterschiede auf einen Blick, basierend auf verifizierten Produktdaten (Stand 2025/26).

Kriterium Personio Factorial
Gründung / Sitz 2015, München 2016, Barcelona
Zielgröße 20 bis 500 Mitarbeiter 5 bis 500 Mitarbeiter
Einstiegspreis Auf Anfrage (Custom) ab 8 €/MA/Monat modular, Stand 2025
Kostenlose Testphase 14 Tage 14 Tage
Schichtplanung ✗ nicht enthalten Drittanbieter erforderlich ✓ nativ enthalten
Spesenverwaltung ✗ nicht nativ Circula, Moss, Rydoo ✓ nativ + App-Belegerfassung
Corporate Cards ✗ Nein ✓ Ja (Visa)
GPS-Zeiterfassung ✗ nicht nativ ✓ Geolocation-App
DATEV-Integration ✓ bidirektional ✓ DATEV LODAS bidirektional
ISO 27001 ✓ ISO 27001:2022 Zert. ISMS-PE-121523 ✓ ISO 27001:2022
SOC 2 Keine publizierten Angaben ✓ SOC 2 Type II
Whistleblowing (HinSchG) Kostenpflichtiges Add-on ✓ nativ enthalten
Recruiting ATS Kostenpflichtiges Modul ✓ im Paket enthalten
Integrationsnetzwerk 400+ Partner, Marketplace Modular, API, wachsend
Empfohlen für DACH-fokussiert Preis + Schichtbetrieb
Anbieterprofile

Personio und Factorial im Detail

Beide Anbieter bedienen den europäischen KMU-Markt, unterscheiden sich aber erheblich in Preismodell, nativem Funktionsumfang und DACH-Verankerung.

P
Personio
Gegründet 2015, München

Personio (Cloud-HR-Plattform, gegründet 2015 in München, über 12.000 Kunden in 70 Ländern, Stand 2024) positioniert sich als HR-Betriebssystem für KMU. Das Produktkonzept basiert auf einem modularen Aufbau: Personalverwaltung, Zeiterfassung und Abwesenheitsmanagement bilden die Basis. Recruiting, Performance-Management und vorbereitende Lohnabrechnung werden als separate Module lizenziert.

Stärken
  • ISO 27001:2022 zertifiziert (ISMS-PE-121523)
  • Marketplace mit über 400 Integrationspartnern
  • Stärkstes DACH-Partnernetzwerk im KMU-HR-Segment
  • Deutschsprachiger Support mit langer DACH-Erfahrung
  • BetrVG-konforme Konfiguration, § 87 BetrVG Reporting
Schwächen
  • Pricing vollständig intransparent, kein Listenpreis
  • Schichtplanung und Spesenverwaltung nicht nativ
  • Keine Corporate Cards
  • Preiserhöhungen bei Vertragsverlängerung (Nutzerfeedback OMR 2024/25)
Empfohlen für
DACH-fokussierte Unternehmen mit Bedarf an breitem Integrationsnetzwerk und zertifizierten Implementierungspartnern
F
Factorial
Gegründet 2016, Barcelona

Factorial (Cloud-HR-Software, gegründet 2016 in Barcelona, mehr als 14.000 Kunden in 10 europäischen Ländern, Stand September 2025) ist seit 2020 aktiv im DACH-Markt tätig. Das Pricing ist modular und transparent: Unternehmen wählen benötigte Funktionsblöcke und zahlen pro Mitarbeiter und Monat, mit Einstiegspreisen ab 8 Euro PEPM (Stand 2025).

Stärken
  • Transparentes modulares Pricing ab 8 Euro PEPM
  • Native Schichtplanung, Spesenverwaltung, Corporate Cards
  • ISO 27001:2022 und SOC 2 Type II zertifiziert
  • GPS-Zeiterfassung für Außendienst
  • Whistleblowing nativ enthalten (HinSchG-konform)
Schwächen
  • Kleineres DACH-Partnernetzwerk als Personio
  • Deutschsprachiger Support noch nicht auf deutschem Niveau verankert (OMR 2024/25)
  • SAP-Integrationen für komplexe ERP-Umgebungen weniger ausgereift
Empfohlen für
Preissensible KMU, Unternehmen mit Schichtbetrieb oder Außendienst, die transparente Kosten und native Spesenverwaltung benötigen
Module und Funktionen

Funktionsvergleich im Detail

Personalverwaltung, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung sind bei beiden Systemen vergleichbar stark. Die Unterschiede liegen in Schichtplanung, Spesen und nativem Funktionsumfang.

👤

Personalverwaltung

Beide Systeme decken digitale Personalakte, Onboarding-Workflows, Dokumentenmanagement und Organigramme umfassend ab. Factorial enthält nativ ein E-Signatur-Modul für Arbeitsverträge. Personio bietet E-Signatur über Drittanbieter-Integration.

Personio ✓ Factorial ✓

Zeiterfassung

Personio bietet regelbasierte Zeiterfassung mit Überstundenkonto und Betriebsrats-Reporting nach § 87 BetrVG. Factorial ergänzt um GPS-Geolocation-Zeiterfassung (Check-in per App mit revisionssicherer Standortspeicherung) für Außendienst und Schichtbetriebe.

Personio ✓ Factorial: + GPS
📅

Schichtplanung

Factorial bietet native Schichtplanung inkl. Dienstplantauschbörse für Mitarbeiter, Schicht-Notifications per App und Überstunden-Tracking. Personio enthält keine Schichtplanung. Externe Anbieter wie Shiftbase oder Planday müssen integriert werden.

Personio: Drittanbieter Factorial: nativ
💳

Spesen und Corporate Cards

Factorial hat nativ integrierte Spesenverwaltung mit Belegerfassung per App und Corporate Cards (Visa-Karten). Personio verweist auf zertifizierte Integrationspartner wie Circula oder Moss. Für Unternehmen mit Außendienst und häufigen Reisekosten ist Factorial klar im Vorteil.

Personio: Drittanbieter Factorial: nativ
🎯

Recruiting (ATS)

Factorial bietet ein integriertes Applicant Tracking System mit Jobboard-Anbindung (Indeed, LinkedIn) und Careers-Page-Builder. Personio bietet Recruiting als separates kostenpflichtiges Modul mit ähnlichem Funktionsumfang. Beide Systeme decken den gesamten Bewerberzyklus ab.

Personio ✓ (Modul) Factorial ✓
📊

Vorbereitende Lohnabrechnung

Beide Systeme bereiten Lohndaten für DATEV vor und exportieren im DATEV-Format. Keine der Plattformen führt die eigentliche Gehaltsabrechnung durch. DEÜV-Meldungen, Lohnsteueranmeldung und Beitragsabrechnung verbleiben beim DATEV-Steuerberater oder Lohnbüro.

Personio ✓ Factorial ✓ (DATEV LODAS)
Integrations-Ökosystem

Anbindungen an DATEV, ERP und Kommunikation

Die Integration in bestehende IT-Landschaften entscheidet oft über den Rollout-Erfolg. Personio hat das größere Ökosystem, Factorial punktet mit nativen Konnektoren und offener API.

💬

Kommunikation

Personio bietet native Microsoft-Teams- und Slack-Integrationen sowie Zapier-Anbindungen. Factorial integriert via API und Zapier mit wachsender Zahl nativer Konnektoren.

Personio: Teams, Slack, Zapier
Factorial: API, Zapier, nativ
🏦

DATEV

Beide Systeme unterstützen bidirektionale DATEV-Integration. Factorial nutzt explizit DATEV LODAS. Personio bietet generische DATEV-Exporte und spezifische LODAS-Anbindungen. Für Steuerberater mit DATEV LODAS sind beide Systeme direkt anschließbar.

Personio: DATEV bidirektional
Factorial: DATEV LODAS bidirektional
⚙️

ERP-Systeme

Personio verfügt über einen Marketplace mit über 400 Integrationspartnern, darunter SAP Business One, Salesforce, HubSpot und Workday. Factorial integriert via API mit Sage und Payflow. Für komplexe SAP-Umgebungen ist Personio aktuell besser aufgestellt.

Personio: 400+ Partner inkl. SAP
Factorial: Sage, Payflow, API
📍

Spesen und Außendienst

Factorial bietet native GPS-Zeiterfassung per App sowie Corporate Cards und Belegerfassung. Personio arbeitet mit Circula, Moss und Rydoo als zertifizierte Integrationspartner für Spesenverwaltung und mit Shiftbase für Schichtplanung.

Personio: Circula, Moss, Shiftbase
Factorial: GPS-App, nativ
Compliance und Datenschutz

DSGVO, ISO 27001 und BetrVG im Vergleich

Beide Anbieter sind DSGVO-konform und ISO 27001:2022 zertifiziert. Die relevanten Unterschiede liegen in SOC 2, Whistleblowing-Pflichten und Betriebsratsrechten.

🔒

DSGVO Art. 28 AV-Vertrag

Beide Anbieter stellen DSGVO-konforme Auftragsverarbeitungsverträge bereit und verarbeiten Daten in EU-Rechenzentren. Für Factorial als spanisches Unternehmen: Support-Teams in Barcelona können potenziell auf Mitarbeiterdaten zugreifen. Für besonders schutzbedürftige Daten sollte der AV-Vertrag auf Zugriffsrechte geprüft werden.

🏅

Informationssicherheit

Personio ist ISO 27001:2022 zertifiziert (Zertifikat ISMS-PE-121523). Factorial ist ISO 27001:2022 und SOC 2 Type II zertifiziert. Für öffentliche Ausschreibungen und Konzernlieferantenlisten bietet der zusätzliche SOC 2 Type II von Factorial einen relevanten Vorteil. Beide nutzen EU-Rechenzentren.

🤝

Betriebsrat und § 87 BetrVG

Beide Systeme unterstützen mitbestimmungsrelevante Konfigurationen. Wichtig: Die Einführung eines HR-Systems ohne Betriebsvereinbarung gibt dem Betriebsrat das Recht, die Implementierung zu blockieren. Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG hat der Betriebsrat ein Initiativrecht und ein Vetorecht. Eine Betriebsvereinbarung vor dem Rollout ist rechtlich geboten, keine Empfehlung.

Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

Beide Systeme ermöglichen ArbZG-konforme Arbeitszeiterfassung inkl. Pausen und Ruhezeiten. Seit dem BAG-Urteil vom 13. September 2022 (Az. 1 ABR 22/21) besteht für Arbeitgeber eine Aufzeichnungspflicht der täglichen Arbeitszeit. Beide Systeme erfüllen diese Anforderung technisch.

🔔

Whistleblowing (HinSchG)

Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) verpflichtet Unternehmen mit in der Regel 50 oder mehr Beschäftigten zur Einrichtung eines internen Meldekanals. Für Unternehmen ab 250 Mitarbeitern gilt die Pflicht seit dem 2. Juli 2023, für Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern seit dem 17. Dezember 2023. Factorial enthält das Whistleblowing-Modul nativ. Personio bietet es als kostenpflichtiges Add-on.

💰

Minijob und Midijob

Beide Systeme erfassen relevante Lohnarten für Minijob und Midijob. Die Beitragsberechnung und Meldung an die Minijob-Zentrale erfolgt über den DATEV-Steuerberater, nicht über die HR-Software selbst. Beide Systeme exportieren die relevanten Daten im DATEV-Format für die Weiterverarbeitung.

Kosten und TCO

Gesamtkosten realistisch kalkulieren

Software-Lizenz ist nur ein Teil der Gesamtrechnung. DATEV-Kosten, Implementierungsaufwand und Lohnbürogebühren müssen für einen echten TCO-Vergleich eingerechnet werden.

Kostenpunkt Personio (50 MA) Factorial (50 MA) Personio (200 MA) Factorial (200 MA)
HR-Software-Lizenz 400 bis 900 Euro/Monat (Schätzung Nutzerfeedback OMR 2024/25) ca. 400 Euro/Monat (ab 8 Euro PEPM, Kernpaket) Auf Anfrage ca. 1.600 Euro/Monat (ab 8 Euro PEPM, Kernpaket)
DATEV-Steuerberater / Lohnbüro ca. 750 Euro/Monat (15 Euro PEPM, Richtwert) ca. 750 Euro/Monat (15 Euro PEPM, Richtwert) ca. 2.000 Euro/Monat (10 Euro PEPM, Skaleneffekt) ca. 2.000 Euro/Monat (10 Euro PEPM, Skaleneffekt)
Implementierung (einmalig) intern 20 bis 40 Stunden + optional Partner intern 20 bis 40 Stunden (Self-Service-Onboarding) intern 60 bis 120 Stunden + Partnerkosten intern 40 bis 80 Stunden
Preistransparenz Nur auf Anfrage Listenpreis online Nur auf Anfrage Listenpreis online
TCO Jahressumme (Schätzung) ca. 13.800 bis 19.800 Euro/Jahr ca. 13.800 Euro/Jahr Auf Anfrage ca. 43.200 Euro/Jahr

Alle Angaben sind Richtwerte basierend auf öffentlich verfügbaren Preisen und Nutzerfeedback (OMR Reviews, Capterra, Stand 2025). Personio-Preise basieren ausschließlich auf Nutzererfahrungen, da kein Listenpreis veröffentlicht wird. TCO-Werte ohne Schulungskosten und ohne Add-ons für Spesenverwaltung oder Schichtplanung.

Auswahlprozess

In 6 Schritten zur richtigen HR-Software

Die Wahl zwischen Personio und Factorial hängt von Funktionsbedarf, Preismodell, Betriebsrat und Integrationsstrategie ab. Diese 6 Schritte strukturieren den Entscheidungsprozess.

01

Funktionsbedarf prüfen

Werden Schichtplanung und Spesenverwaltung benötigt? Factorial deckt beides nativ ab. Personio erfordert zusätzliche Drittanbieter-Lizenzen, die die Gesamtkosten und Integrationskomplexität erhöhen.

02

TCO transparent kalkulieren

Holen Sie ein Personio-Angebot ein und vergleichen Sie es mit Factorials Modulpreisen. Rechnen Sie die DATEV-Kosten für beide Szenarien ein. Die Gesamtrechnung inkl. Implementierung und Lohnbüro entscheidet, nicht der Listenpreis allein.

03

DATEV-Integration bewerten

Wenn Ihr Steuerberater DATEV LODAS nutzt, können beide Systeme integriert werden. Für komplexe SAP-Anbindungen bietet Personio mehr etablierte Konnektoren. Klären Sie die Anforderungen mit Ihrem Steuerberater vor der Entscheidung.

04

Testphasen nutzen

Beide Anbieter bieten 14 Tage kostenlose Testphase. Testen Sie den vollständigen Onboarding-Flow, den Lohnexport und die Zeiterfassungs-App mit 3 bis 5 echten Endnutzern, nicht nur als Admin-Demo.

05

Betriebsrat rechtzeitig einbinden

Bei Unternehmen mit Betriebsrat muss die Einführung eines HR-Systems über eine Betriebsvereinbarung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG geregelt werden. Der Betriebsrat hat ein Initiativrecht und ein Vetorecht. Ohne Betriebsvereinbarung kann der Rollout vollständig blockiert werden.

06

Skalierbarkeit prüfen

Wenn das Unternehmen in den nächsten 3 Jahren auf über 200 Mitarbeiter wächst, prüfen Sie Reporting-, Rollen- und Genehmigungsworkflows beider Systeme. Größere Unternehmen profitieren stärker von Personios Partnerökosystem und strukturierten Implementierungen.

Häufige Fragen

FAQ: Personio vs. Factorial

Was kostet Personio pro Mitarbeiter und Monat?

Personio veröffentlicht keine Listenpreise. Das Pricing ist vollständig individuell und hängt von der Mitarbeiterzahl, den gebuchten Modulen und dem Vertragszeitraum ab. Nutzererfahrungen auf OMR Reviews und Capterra (Stand 2025) nennen Werte zwischen 5 und 18 Euro pro Mitarbeiter und Monat, je nach Funktionsumfang. Als Orientierung: Für 50 Mitarbeiter mit Basisfunktionen berichten Nutzer von 400 bis 600 Euro pro Monat. Mehrere Bewertungen weisen auf Preiserhöhungen bei der Vertragsverlängerung hin, was die TCO-Planung erschwert.

Was kostet Factorial pro Mitarbeiter und Monat?

Factorial bietet modulares transparentes Pricing ab rund 8 Euro pro Mitarbeiter und Monat für ein Kernfunktionspaket (Stand 2025, Factorial-Preisseite). Der genaue Preis hängt von den gewählten Funktionsmodulen ab. Für 50 Mitarbeiter ergibt ein Kernpaket ca. 400 Euro pro Monat. Factorial rechnet üblicherweise jährlich ab. Eine kostenlose 14-tägige Testphase ist ohne Kreditkarte verfügbar.

Ist Factorial DSGVO-konform und für den deutschen Markt geeignet?

Ja. Factorial verarbeitet Daten in EU-Rechenzentren (AWS und Azure) und stellt einen DSGVO-konformen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO bereit. Die Software ist ISO 27001:2022 und SOC 2 Type II zertifiziert und unterstützt DATEV-LODAS-Integration, Betriebsrats-Compliance nach § 87 BetrVG und ArbZG-konforme Zeiterfassung. Als spanisches Unternehmen sollte der AV-Vertrag auf Zugriffsrechte der Barcelona-Support-Teams hin geprüft werden.

Können Personio oder Factorial die Lohnabrechnung vollständig übernehmen?

Nein. Beide Systeme decken ausschließlich die vorbereitende Lohnabrechnung ab: Sie erfassen Lohndaten, Abwesenheiten und variable Bezüge und exportieren diese im DATEV-Format. Die eigentliche Gehaltsabrechnung mit DEÜV-Meldungen, Beitragsabrechnung und Lohnsteuermeldungen führt weiterhin ein DATEV-Steuerberater oder ein zertifiziertes Lohnbüro durch. Dieser Schritt ist unverzichtbar, solange keine der beiden Plattformen eine vollständige Lohnabrechnungslizenz anbietet.

Was ist der größte Unterschied zwischen Personio und Factorial?

Der größte Unterschied liegt im Preismodell und im nativen Funktionsumfang. Factorial bietet transparentes modulares Pricing (ab 8 Euro PEPM) und enthält Schichtplanung, Spesenverwaltung, Corporate Cards und Whistleblowing ohne Aufpreis. Personio setzt auf individuelle Angebote und verlangt für viele dieser Funktionen Drittanbieter-Integrationen. Dafür hat Personio eine stärkere DACH-Verankerung, ein größeres Integrationsnetzwerk mit über 400 Partnern und ist ISO 27001:2022 zertifiziert.

Bietet Factorial Schichtplanung für Einzelhandel und Gastronomie?

Ja. Factorial enthält nativ eine vollständige Schichtplanungsfunktion inkl. Dienstplanerstellung, Mitarbeiter-Tauschbörse und mobiler Schichterfassung per App. Personio bietet keine native Schichtplanung. Für Einzelhandel, Gastronomie, Pflege oder andere Branchen mit unregelmäßigen Schichten ist Factorial in diesem Bereich klar im Vorteil gegenüber Personio.

Welches System ist besser für Außendienst-Teams geeignet?

Factorial bietet GPS-Geolocation-Zeiterfassung (Check-in per App mit revisionssicherer Standortspeicherung), die für Außendienst-Teams und mobile Mitarbeiter besonders geeignet ist. Personio bietet diese Funktion nicht nativ. Externe Zeiterfassungs-Apps müssen integriert werden, was zusätzliche Lizenzkosten und Integrationskomplexität bedeutet.

Wie lang dauert die Implementierung?

Factorial gibt eine Onboarding-Dauer von 2 bis 6 Wochen an (Herstellerangabe). Das Self-Service-Onboarding mit Video-Tutorials erleichtert den Start. Personio plant Implementierungen typischerweise über 4 bis 12 Wochen, je nach Komplexität und ob zertifizierte Implementierungspartner hinzugezogen werden. Die tatsächliche Dauer hängt stark von internen Kapazitäten und Datenqualität ab.

Wie bewerten Nutzer Personio und Factorial?

Auf OMR Reviews (Stand 2025/26) erreicht Factorial eine Bewertung von 4,0 von 5 Sternen (rund 286 Bewertungen), Personio eine Bewertung von ca. 4,3 von 5 Sternen (rund 370 Bewertungen). Häufige Kritikpunkte bei Personio: intransparentes Pricing und Preiserhöhungen bei Verlängerung. Bei Factorial werden Reaktionszeiten des deutschsprachigen Supports und begrenzte SAP-Integrationstiefe als Schwächen genannt.

Kann ich von Personio zu Factorial wechseln?

Ja, ein Wechsel ist technisch möglich. Factorial unterstützt den Import von Mitarbeiterdaten per CSV sowie über strukturierte Datenmigrations-Templates. Alle historischen Dokumente und Gehaltsabrechnungen sollten vor der Migration exportiert und lokal gesichert werden, da Personio nach Vertragsende keinen dauerhaften Datenzugriff garantiert. Ein sauberer Schnitt zum Vertragsjahresende ist empfehlenswert. Factorial bietet für Wechselkunden ein dediziertes Migrations-Onboarding an.

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