People-Analytics-Software.
Fluktuation, Fehlzeiten und Kosten verstehen, nicht nur zählen.
People-Analytics-Software wertet Personaldaten aus, um Fluktuation, Fehlzeiten, Personalkosten, Time-to-Hire und Diversity nicht nur zu zählen, sondern zu erklären. Im Mittelstand beginnt das mit sauberen Stammdaten und festen Kennzahlendefinitionen, nicht mit einem Prognosemodell. Danach entscheidet sich, ob das HR-System, ein BI-Werkzeug oder eine Plattform passt.
- Für wen: HR-Leitung, Controlling und Geschäftsführung im Mittelstand, die Personalzahlen auswerten wollen, und Betriebsräte, die dabei mitreden.
- Im Überblick: Fünf Auswertungsfelder, Voraussetzungen, Recht, vier Wege, acht Anbieter im Auszug, ein Rechenbeispiel und zwölf Kennzahlen als CSV.
- Zahl: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren 2025 im Durchschnitt 14,6 Arbeitstage krankgemeldet, erfasst sind nur Krankmeldungen, die drei Tage überschreiten (Destatis, Stand 23.07.2026).
- Weiter: Wie die Kennzahlen im Einzelnen definiert sind, zeigt HR Controlling Software, den ganzen Auswahlweg die HR Software Auswahl.
Was leistet People Analytics im Mittelstand?
Von der Zahl zur Erklärung.
Reporting beantwortet, was im Zeitraum geschehen ist. People Analytics fragt weiter, wo, bei wem und warum. Das lohnt sich, wo Zahlen Entscheidungen tragen: Eine Arbeitsstunde kostete 2025 im Durchschnitt 45,00 Euro Arbeitskosten, plus 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Destatis, PM Nr. 148 vom 29.04.2026). Standardberichte des HR-Systems genügen vielen Betrieben; die Kennzahlen mit Formeln bündelt HR Controlling Software. Hier geht es um die Schicht darüber.
Reporting allein
- Die Fluktuationsquote steht im Monatsbericht, aber nicht, in welchem Bereich oder aus welchem Grund sie steigt.
- Fehlzeiten erscheinen als eine Gesamtquote; Kurz- und Langzeit, Schichten und Standorte bleiben vermischt.
- Personalkosten werden mit dem Plan verglichen, aber nicht in Kopfzahl, Eingruppierung und Mehrarbeit zerlegt.
- Time-to-Hire wird je Stelle gemessen, der Engpass im Ablauf bleibt unsichtbar.
- Diversity-Zahlen entstehen einmal im Jahr für den Bericht, ohne Verlauf.
Mit People Analytics
- Fluktuation nach Bereich, Betriebszugehörigkeit und Austrittsgrund; Frühfluktuation als eigenes Signal.
- Fehlzeiten nach Dauer und Organisationseinheit, immer aggregiert und ohne Diagnosen.
- Personalkosten nach Köpfen, Eingruppierung und Mehrarbeit; die Planung zeigt Personalkostenplanung Software.
- Time-to-Hire je Prozessschritt, von der Freigabe bis zur Zusage.
- Anteile je Führungsebene im Zeitverlauf, nur ab einer festgelegten Mindestgröße.
Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 148 vom 29.04.2026, Stand 02.11.2026. Die Gegenüberstellung ist eine Einordnung von Find-Your-HR.
Welche Fragen beantwortet People Analytics?
Fünf Felder, die im Mittelstand am häufigsten gefragt sind.
Jedes Feld braucht eine Frage, eine Datenquelle und eine Grenze. Ohne Frage entsteht ein Dashboard, das niemand nutzt, ohne Grenze eine Zahl, die zu viel verspricht.
| Feld | Typische Frage | Datenquellen | Voraussetzung | Grenze |
|---|---|---|---|---|
| FluktuationAustritte und Eintritte | In welchen Bereichen und nach welcher Betriebszugehörigkeit gehen Beschäftigte? | HR-System | Austrittsdatum, Austrittsgrund als Auswahlliste, Organisation mit Gültigkeit | Kleine Bereiche schwanken stark (Rechenbeispiel unten) |
| FehlzeitenKrankheit und Abwesenheit | Gibt es Muster nach Dauer, Standort oder Schicht? | Zeitwirtschaft, Abwesenheiten | Einheitlicher Nenner für Soll-Arbeitstage, keine Diagnose im Datensatz | Destatis nennt für 2025 im Schnitt 14,6 Arbeitstage, erfasst nur Krankmeldungen über drei Tage; betriebliche Quoten nicht direkt vergleichbar |
| PersonalkostenKosten und Planung | Woher kommt die Abweichung vom Plan: Köpfe, Eingruppierung oder Mehrarbeit? | Payroll, Stellenplan, Zeitwirtschaft | Kostenstellen und Kostenarten in HR und Finanzbuchhaltung gleich geführt | Periodenabgrenzung bei Sonderzahlungen |
| Time-to-HireBesetzungsdauer | In welchem Schritt vergehen die Tage zwischen Freigabe und Zusage? | Bewerbermanagement, Stellenplan | Fester Start- und Endpunkt, Statuslogik des Bewerbersystems dokumentiert | Wenige Besetzungen je Stellenart ergeben keine belastbare Zahl |
| DiversityZusammensetzung der Belegschaft | Wie verteilen sich Geschlecht und Altersgruppen auf Führungsebenen? | HR-System, Stellenbewertung | Ebenen sauber definiert; Pflege der Merkmale nur auf rechtlicher Grundlage | Besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO nur nach Prüfung |
Quelle: Destatis, Krankenstand, Stand 23.07.2026, abgerufen am 02.11.2026. Die Einordnung der Felder ist eine Arbeitsübersicht von Find-Your-HR. Zur Diversity-Berichterstattung beim Entgelt siehe Entgelttransparenz HR-Software.
Wo sollte People Analytics laufen?
Vier Wege im Vergleich.
Die erste Entscheidung betrifft den Ort der Auswertung, nicht den Anbieter. Die Wege schließen sich nicht aus: Viele Betriebe nutzen die Standardberichte ihres HR-Systems und ergänzen gezielt. Welche Systeme welche Daten führen, zeigt die HR Systemgrenzen Matrix.
| Weg | Stärke | Grenze | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| EigenbauTabellen, Skripte oder Notebooks im eigenen Haus | Freiheit bei Fragen und Formeln, keine zusätzliche Lizenz | Wissen steckt bei einer Person; Rechte, Protokoll und Versionierung müssen selbst gebaut werden | Eine konkrete Frage einmal beantwortet werden soll und Datenschutzstelle sowie Betriebsrat den Weg kennen |
| Reporting im HR-SystemStandardberichte und Dashboards des Systems | Kein zweiter Datenbestand; Rollen gelten automatisch | Daten aus Payroll, Zeitwirtschaft oder Buchhaltung fehlen oft; eigene Formeln nur im Rahmen des Berichtsgenerators | Fragen sich aus einem System beantworten lassen und der Zusatzbetrieb klein bleiben soll |
| BI-WerkzeugDatenlager mit Business-Intelligence-Werkzeug | Auswertungen über alle Quellen, frei gestaltbar | Datenlager und Ladeprozesse brauchen Betrieb; die Kopie der Personaldaten braucht ein Rechtekonzept und eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat | Die IT die Plattform ohnehin betreibt und HR die Hoheit über die Definitionen behält |
| Spezialisierte PlattformEigene Anwendung für Personalanalysen und Befragungen | Fertige Analysen, Benchmarks und teils Prognosen ohne eigenen Aufbau | Weitere Lizenz und Schnittstellen; Prognosen verlangen rechtliche Prüfung | Mehrere Standorte und hoher Auswertungsbedarf bestehen und Fachpersonal die Ergebnisse einordnet |
Einordnung von Find-Your-HR auf Basis der Anbieter- und Referenzdatenbank von Find-Your-HR, Stand 02.11.2026; keine Wertung einzelner Anbieter. Berichte der HR-Systeme: HR Systeme im Vergleich.
Welche Voraussetzungen braucht People Analytics?
Sechs Dinge, bevor die erste Auswertung läuft.
Die meisten Auswertungen scheitern an Daten und Absprachen, nicht an der Software. Nehmen Sie diese sechs Punkte in den Anforderungskatalog HR Software auf.
Pflichtfelder und Auswahllisten
Freitext beim Austrittsgrund oder fehlende Kostenstellen machen jede Zerlegung unbrauchbar.
- Austrittsdatum, Austrittsgrund und Organisationseinheit als Pflichtfelder
- Auswahllisten statt Freitext
Eine Formel je Kennzahl
Dieselbe Kennzahl ergibt je nach Nenner unterschiedliche Werte. Legen Sie Formel und Bezugsgröße fest, bevor die Software rechnet.
- Verantwortliche Person je Kennzahl
- Formel in jedem Bericht ausweisen
Stichtagsstände und Gültigkeiten
Zeitreihen brauchen unveränderliche Stände. Rückwirkende Korrekturen verändern die Quoten vergangener Monate.
- Gültigkeitszeiträume für Organisation, Arbeitszeit und Status
Ein Schlüssel über alle Systeme
Sobald Auswertungen mehrere Quellen verbinden, entscheidet die Personalnummer. Doppelte oder wechselnde Schlüssel erzeugen Phantomwerte; das Prinzip beschreibt HR Stammdaten Governance.
- Führendes System je Datenfeld festlegen
- Exportwege klären, siehe API und Exit-Strategie
Genug Beschäftigte pro Auswertung
Mit 20 Beschäftigten in einem Bereich ändert ein Austritt die Quote um fünf Prozentpunkte. Kleine Gruppen liefern Hinweise, keine Trends.
- Mindestgröße je Auswertung festlegen
- Mehrjahreszeiträume statt Einzelmonate
Erst die Frage, dann das Dashboard
Legen Sie vorab fest, welche Entscheidung eine Zahl tragen soll und wer sie sehen darf.
- Fragenkatalog statt Kennzahlenfriedhof
- Empfängerkreis je Bericht
Culture Amp nennt für Retention Insights genaue Eintritts- und Austrittsdaten als Voraussetzung und 25 Beschäftigte als Mindestumfang der Treiberanalyse je Gruppe (Culture Amp, Support, Stand 30.06.2026, abgerufen am 02.11.2026). Die Gliederung ist eine Einordnung von Find-Your-HR.
Was gilt bei People Analytics für Datenschutz und Betriebsrat?
Sechs Punkte, die Sie prüfen sollten.
Aggregierte Zahlen sind unkritischer als Auswertungen mit Personenbezug, entstehen aber aus Beschäftigtendaten. Allgemeine Information, Stand 02.11.2026. Den Gesamtrahmen beschreibt DSGVO-konforme HR-Software.
§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG
Der Betriebsrat hat mitzubestimmen bei der „Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen“, soweit keine gesetzliche oder tarifliche Regelung besteht. Ohne Einigung entscheidet nach Absatz 2 die Einigungsstelle.
- Berichtskatalog als Anlage zur Vereinbarung führen
- Ablauf: Mitbestimmung bei HR-Software und Betriebsvereinbarung HR-Software
Art. 5 Abs. 1 Buchst. b und c DSGVO
Personenbezogene Daten müssen für festgelegte, eindeutige und legitime Zwecke erhoben werden und auf das notwendige Maß beschränkt sein. Eine Auswertung ohne konkrete Frage verträgt sich damit schlecht.
- Zweck je Bericht schriftlich festhalten
- Art. 88 Abs. 1 DSGVO erlaubt spezifischere Vorschriften für Beschäftigtendaten auch durch Kollektivvereinbarungen
Art. 4 Nr. 5 DSGVO und Erwägungsgrund 26
Pseudonymisierung heißt, dass Daten ohne gesondert aufbewahrte Zusatzinformationen keiner Person mehr zugeordnet werden können. Nach Erwägungsgrund 26 bleiben sie Informationen über eine identifizierbare Person, wenn eine Zuordnung mit Zusatzinformationen möglich ist.
- Schutzmaßnahme, kein Ausweg aus der DSGVO
- Art. 25 Abs. 1 DSGVO nennt sie als Beispiel für Datenschutz durch Technikgestaltung
- Zuordnungstabelle getrennt führen
Re-Identifizierung verhindern
In einer Gruppe von drei Personen verrät ein Durchschnitt fast alles. Eine Mindestgröße ist üblich, aber kein gesetzlicher Wert; die Grenze legen Sie mit der Datenschutzstelle fest.
- Mindestgröße auch für Filterkombinationen anwenden
- Anbieter nennen unterschiedliche Schwellen, etwa 25 bei Culture Amp für die Treiberanalyse
Besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO
Art. 9 Abs. 1 DSGVO untersagt die Verarbeitung von Daten, aus denen ethnische Herkunft, religiöse Überzeugungen oder Gewerkschaftszugehörigkeit hervorgehen, sowie von Gesundheitsdaten; Ausnahmen regelt Absatz 2. Geschlecht und Alter stehen dort nicht, bleiben aber personenbezogen.
- Merkmale nur mit geprüfter Rechtsgrundlage erheben
- Fehlzeiten ohne Diagnosen auswerten
- Pay-Gap-Berichte siehe Entgelttransparenz HR-Software
Profiling, Art. 22 und Datenschutz-Folgenabschätzung
Profiling ist nach Art. 4 Nr. 4 DSGVO jede automatisierte Verarbeitung, die persönliche Aspekte wie Arbeitsleistung oder Verhalten bewertet oder vorhersagt. Art. 22 Abs. 1 gibt das Recht, keiner allein automatisierten Entscheidung mit erheblicher Wirkung unterworfen zu werden; Art. 35 Abs. 3 Buchst. a nennt die systematische und umfassende Bewertung persönlicher Aspekte als Fall für eine Folgenabschätzung.
- Abgangsrisiko je Person ist Profiling
- Vorgehen: Datenschutz-Folgenabschätzung für HR-Software
Quellen im Wortlaut gelesen: § 87 BetrVG, gesetze-im-internet.de, Art. 4, Art. 5, Art. 9, Art. 22, Art. 25, Art. 35, Art. 88 und Erwägungsgrund 26 der DSGVO, Stand 02.11.2026. Keine Rechtsberatung.
Welche Software bietet Auswertungen für People Analytics?
Culture Amp, Eightfold AI, HiBob, Leapsome, Personio, rexx, SAP SuccessFactors und Workday im Auszug.
Auszug, keine Rangliste: acht Anbieter, deren Hersteller Reporting oder Analytics beschreibt, aus drei Gruppen. Alphabetisch, nicht bewertet, Häkchen nur mit Herstellerquelle, sonst „in der Demo prüfen“. Weitere Systeme finden Sie im HR-Software-Katalog und unter HR Software Anbieter.
| Anbieter | Gruppe | Preis ab | Auswertungen laut Anbieter | Prognose und KI laut Anbieter | Rechte und Schutz laut Anbieter | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Culture AmpPlattform für Engagement und Performance | Spezialplattform | auf Anfrage | ✓ Retention Insights: Verlauf von Engagement, Bleibequote und Fluktuation, Fluktuation nach Gruppen mit Hinweis auf auffällig hohe Werte |
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| Zum Profil → |
| Eightfold AIPlattform für Talent Intelligence | Spezialplattform | auf Anfrage |
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| Zum Profil → |
| HiBobHR-Plattform mit Analytics-Funktionen | HR-Suite | auf Anfrage |
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| Zum Profil → |
| LeapsomePeople-Plattform mit HRIS und Talent-Suite | Spezialplattform | auf Anfrage |
| ✓ Prognosemodelle zum Fluktuationsrisiko, Resilience Signals auf Teamebene, Dashboards per Texteingabe |
| Zum Profil → |
| PersonioHR-Suite für den Mittelstand | HR-Suite | auf Anfrage |
| ≈ KI- und Prognosefunktionen in der Demo prüfen |
| Zum Profil → |
| rexxHR-Suite mit Recruiting und Talent Management | HR-Suite | auf Anfrage |
|
| ✓ Kennzahlen nach hierarchischen Zugriffsrechten für Führungskräfte | Zum Profil → |
| SAP SuccessFactorsHCM-Suite für große Organisationen | Enterprise-Suite | auf Anfrage | ✓ Workforce Analytics mit umfangreichem Katalog vordefinierter HR- und Talent-Kennzahlen, Trendverfolgung und Anbindung mehrerer Quellsysteme | ✓ People Intelligence mit Einblicken zu Zusammensetzung, Vergütung, Skills-Lücken und Abgangsrisiko sowie Empfehlungen des Assistenten Joule | ≈ Rollen, Schwellen und Umfang je Lizenz in der Demo prüfen | Zum Profil → |
| WorkdayHCM-Suite mit Analytics und Reporting | Enterprise-Suite | auf Anfrage |
| ✓ Augmented Analytics (Workday People Analytics) hebt laut Anbieter Risiken und Belegschaftstrends automatisiert hervor |
|
Auszug, ausgewählt nach ausdrücklicher Beschreibung von Reporting oder Analytics auf der Herstellerseite und Abdeckung der Gruppen, keine Wertung, alphabetisch. Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr, Wortwahl der Hersteller, abgerufen am 02.11.2026: Culture Amp, Retention Insights, Eightfold, Plattform, Eightfold, Talent Intelligence, HiBob, HR Reporting, Leapsome, Analytics, rexx, HR Data Warehouse, rexx, Vakanz Analyse, SAP, HR Analytics und Workforce Planning, SAP, People Intelligence, Workday, Analytics und Reporting. Personio: Angabe nach dem Anbieterprofil von Find-Your-HR, Stand Oktober 2026.
Darf KI Austritte vorhersagen?
Gruppen ja, Einzelne nur mit Vorsicht.
Prognosefunktionen versprechen am meisten und brauchen die meiste Prüfung. Laut einer Befragung von 602 Unternehmen ab 3 Beschäftigten (Bitkom, Pressemeldung vom 18.08.2026, Befragung KW 18 bis 25 2026) nutzen 12 Prozent KI zur Bewertung der Arbeitsleistung, weitere 27 Prozent können sich das vorstellen; bei der Arbeitsbelastung sind es 13 Prozent und weitere 28 Prozent. Hochrisiko-Pflichten für KI im Bereich Beschäftigung gelten ab dem 02.12.2027; Einzelheiten stehen in EU AI Act und HR-Compliance.
Trend je Bereich
- Fluktuation oder Fehlzeiten je Organisationseinheit fortschreiben
- Mindestgröße und Zweckbindung bleiben wirksam
Abgangsrisiko je Person
- Profiling im Sinne von Art. 4 Nr. 4 DSGVO
- Folgenabschätzung prüfen, Betriebsrat früh einbinden
Anhang III Nr. 4 Buchst. b
- Genannt sind Systeme für Entscheidungen, die Bedingungen von Arbeitsverhältnissen, Beförderungen und Kündigungen beeinflussen, und für die Beobachtung und Bewertung von Leistung und Verhalten
- Ob eine Funktion darunter fällt, hängt vom Einsatzzweck ab; Auswertungen ohne Bewertung Einzelner gelten nach EU AI Act und HR-Compliance meist als niedriges Risiko
- Pflichten ab 02.12.2027 (VO (EU) 2026/1744)
An den Anbieter
- Auf welcher Ebene arbeitet die Prognose, Gruppe oder Person, und lässt sich die Personenebene abschalten?
- Welche Daten fließen ein, und sind Gesundheits- und Diversity-Merkmale ausgeschlossen?
- Wie erklärt das System ein Ergebnis?
Quellen: Bitkom, Pressemeldung vom 18.08.2026, Verordnung (EU) 2024/1689 auf EUR-Lex, Einordnung und Fristen nach EU AI Act und HR-Compliance, Stand 02.11.2026. Überblick zu KI im Personalbereich: KI in HR. Keine Rechtsberatung.
Fluktuationsquote berechnen:
Wie kleine Gruppen die Zahl verzerren.
Erfundene Zahlen, offene Annahmen: 120 Beschäftigte am 1. Januar, 124 am 31. Dezember, durchschnittlicher Bestand 122 (Mittelwert beider Stichtage). Im Jahr gab es 14 Austritte (3 Vertragsenden, 2 Renteneintritte, 9 Eigenkündigungen) und 18 Eintritte. Durchschnittlicher Bestand je Bereich: Vertrieb 20, Produktion 70, Verwaltung 32.
| Schritt | Rechenweg | Ergebnis | Lesart |
|---|---|---|---|
| Gesamtquotealle Austritte | 14 geteilt durch 122 | 11,5 % | Gesamtwert für den Jahresbericht |
| Ohne Vertragsende und Rentenur Kündigungen | 9 geteilt durch 122 | 7,4 % | Der Teil, den Führung und Arbeitsbedingungen beeinflussen |
| Vertrieb4 Austritte, Bestand 20 | 4 geteilt durch 20 | 20,0 % | Ein Austritt mehr oder weniger verschiebt den Wert um 5 Prozentpunkte |
| Produktion6 Austritte, Bestand 70 | 6 geteilt durch 70 | 8,6 % | Größere Gruppe, stabilere Aussage |
| Verwaltung4 Austritte, Bestand 32 | 4 geteilt durch 32 | 12,5 % | Ein Austritt entspricht rund 3 Prozentpunkten |
| Frühfluktuation3 von 18 Eintritten | 3 geteilt durch 18, Frist 6 Monate | 16,7 % | Frist festlegen, sonst ist der Verlauf nicht vergleichbar |
Rechenbeispiel von Find-Your-HR. Annahmen: Fluktuationsquote als Austritte geteilt durch durchschnittlichen Bestand (Arbeitsdefinition von Find-Your-HR, siehe HR Controlling Software), die drei Austritte der Frühfluktuation sind Teil der 14 Austritte, Werte gerundet. Vier Personen ergeben 20,0 Prozent: ein Hinweis zum Nachfragen, keine Diagnose. Stand 02.11.2026.
Welche Kennzahlen gehören in den Katalog?
Zwölf Kennzahlen mit Formel, Pflichtfeldern und Schnitten, als CSV.
Die Formeln sind Arbeitsdefinitionen von Find-Your-HR, keine Normwerte; eine gesetzliche Einheitsformel gibt es nicht. Ergänzen Sie Ihre Definition und benennen Sie je Zeile eine verantwortliche Person.
| Kennzahl | Formel (Arbeitsdefinition) | Datenquelle | Pflichtfelder | Schnitte und Mindestgröße |
|---|---|---|---|---|
| Fluktuationsquote | Austritte im Zeitraum geteilt durch durchschnittlichen Bestand | HR-System | Austrittsdatum, Austrittsgrund, Organisation | Nach Bereich und Austrittsart |
| Frühfluktuation | Austritte innerhalb einer festen Frist nach Eintritt geteilt durch Eintritte desselben Zeitraums | HR-System | Eintritts- und Austrittsdatum, Frist | Nach Eintrittsjahrgang, mehrjährig |
| Krankenquote | Krankheitstage geteilt durch Soll-Arbeitstage im Zeitraum | Zeitwirtschaft | Abwesenheitsart ohne Diagnose | Nur aggregiert, Kurz- und Langzeit getrennt |
| Überstundenquote | Mehrarbeitsstunden geteilt durch Sollstunden | Zeitwirtschaft | Gebuchte Stunden, Zeitausgleich | Nach Bereich, keine Einzelwerte |
| Personalkosten je FTE | Personalkosten im Zeitraum geteilt durch durchschnittliche Vollzeitäquivalente | Payroll, HR-System | Kostenstelle, Kostenart, Arbeitszeit | Nach Kostenstelle |
| Personalkostenquote | Personalkosten geteilt durch Umsatz oder Gesamtkosten, je nach Vereinbarung | Payroll, Finanzbuchhaltung | Bezugsgröße, Sonderzahlungen | Nach Gesellschaft und Bereich |
| Time-to-Hire | Kalendertage von Bewerbungseingang bis Zusage, Median | Bewerbermanagement | Start- und Endstatus, Unterbrechungen | Nach Stellenart, nur bei genug Besetzungen |
| Time-to-Fill | Kalendertage von Freigabe der Stelle bis Arbeitsbeginn, Median | Stellenplan, HR-System | Freigabedatum, Eintrittsdatum | Nach Stellenart |
| Interne Besetzungsquote | Interne Besetzungen geteilt durch alle Besetzungen im Zeitraum | HR-System, Bewerbermanagement | Stellenwechsel, Besetzungsart | Nach Ebene |
| Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit | Summe der Zugehörigkeitsjahre geteilt durch Bestand, zusätzlich Median | HR-System | Eintrittsdatum, Wiedereintritte | Nach Bereich |
| Anteil nach Führungsebene | Beschäftigte eines Merkmals auf einer Ebene geteilt durch alle Beschäftigten der Ebene | HR-System, Stellenbewertung | Ebene, Merkmal nur mit geprüfter Rechtsgrundlage | Nur ab Mindestgröße; Art. 9 DSGVO beachten |
| Altersstruktur | Anteil je Altersgruppe geteilt durch Bestand | HR-System | Geburtsdatum, daraus Altersgruppe | Nur Gruppen, keine Einzelalter |
Die Datei enthält die Tabelle mit zwei freien Spalten für Ihre Definition und die verantwortliche Person.
Arbeitsdefinitionen von Find-Your-HR, Stand 02.11.2026. Eine Mindestgröße ist ein üblicher Schutz, aber kein gesetzlich festgelegter Wert; sie wird mit der Datenschutzstelle vereinbart. Fallstricke je Kennzahl: HR Controlling Software, Abwesenheiten: Urlaubs- und Abwesenheitsmanagement, Befragungsdaten: Mitarbeiterbefragung Software.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was ist People Analytics?
People Analytics ist die Auswertung von Personaldaten, um Fragen zu Fluktuation, Fehlzeiten, Personalkosten, Besetzungsdauer und Zusammensetzung der Belegschaft zu beantworten und Ursachen zu finden. Sie geht über das Reporting hinaus, das nur zeigt, was geschehen ist. Im Mittelstand stützt sie sich meist auf das HR-System, ergänzt um Zeit-, Payroll- und Bewerberdaten. Prognosen sind möglich, aber nicht der Einstieg. Voraussetzung sind saubere Daten, feste Definitionen und die Beteiligung von Datenschutz und Betriebsrat. Stand 02.11.2026.
Was bringt People Analytics im Mittelstand?
Sie macht Ursachen sichtbar, die Gesamtquoten verdecken, und liefert damit Gesprächsgrundlagen für Führung und Geschäftsführung: Welcher Bereich verliert Beschäftigte, wo häufen sich kurze Fehlzeiten, welcher Schritt verlängert die Besetzung. Der Nutzen entsteht erst, wenn aus der Zahl eine Maßnahme folgt, etwa ein Gespräch mit der Bereichsleitung oder eine Anpassung im Einarbeitungsprozess. Bei wenigen Beschäftigten je Bereich bleiben die Aussagen schwach, dann helfen Mehrjahreszeiträume und zusammengefasste Gruppen. Beginnen Sie mit zwei oder drei Fragen, die eine Entscheidung tragen, nicht mit einem Dashboard für alles.
Welche Kennzahlen gehören zu People Analytics?
Üblich sind Fluktuationsquote, Frühfluktuation, Krankenquote, Überstundenquote, Personalkosten je Vollzeitäquivalent, Time-to-Hire, Time-to-Fill, interne Besetzungsquote, Betriebszugehörigkeit sowie Anteile nach Führungsebene und Altersgruppe. Die Formeln sind Arbeitsdefinitionen von Find-Your-HR; eine gesetzliche Einheitsformel gibt es nicht. Entscheidend ist, dass Zähler, Nenner, Bezugsgröße und Zeitraum festgelegt und in jedem Bericht ausgewiesen sind, sonst widersprechen sich HR und Controlling. Den Katalog mit Formeln, Pflichtfeldern und Mindestgrößen können Sie oben als CSV herunterladen und mit Ihren Definitionen ergänzen.
Welche Voraussetzungen braucht People Analytics?
Nötig sind Pflichtfelder mit Auswahllisten, eine Formel je Kennzahl, unveränderliche Stichtagsstände, ein gemeinsamer Schlüssel über alle Systeme, ausreichende Fallzahlen und ein klarer Zweck je Auswertung. Ohne diese Basis liefert jede Software Zahlen, die sich nicht erklären lassen. Prüfen Sie vorab, welches System für welches Feld führend ist, und planen Sie die Datenpflege als laufende Aufgabe mit benannter Verantwortung ein, auch nach der Einführung. Details zu Stammdaten finden Sie bei HR Stammdaten Governance.
Braucht People Analytics eine eigene Software, oder reicht Excel?
Für eine einzelne Frage reicht eine Tabelle, solange eine Person sie pflegt und die Datei geschützt ist. Excel kennt keine Rechte je Zeile und keine Versionierung der Definitionen, und wer die Datei hat, sieht alle Daten. Sobald mehrere Quellen, regelmäßige Berichte oder Führungskräfte als Empfänger hinzukommen, lohnt sich das Reporting im HR-System oder ein BI-Werkzeug. Spezialplattformen rechnen sich meist erst bei hohem Auswertungsbedarf und wenn Fachpersonal die Ergebnisse einordnen kann.
Reporting im HR-System, BI-Werkzeug oder Plattform: Was passt?
Das Reporting im HR-System passt, wenn Fragen aus einem System beantwortbar sind und der Zusatzbetrieb klein bleiben soll. Ein BI-Werkzeug verbindet alle Quellen, verlangt aber Betrieb, Rechtekonzept für die Datenkopie und eine eigene Vereinbarung mit dem Betriebsrat. Eine Plattform liefert fertige Analysen und teils Prognosen, kostet Lizenz und Schnittstellen und braucht Fachpersonal für die Interpretation der Ergebnisse. Der Vergleich der vier Wege oben zeigt Stärken und Grenzen; die Entscheidung hängt meist an der Zahl der Quellsysteme und an der Frage, wer den Betrieb übernimmt.
Muss der Betriebsrat People Analytics zustimmen?
§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG gibt dem Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht bei Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen, soweit keine gesetzliche oder tarifliche Regelung besteht. Ob eine Auswertung darunter fällt, hängt vom Personenbezug und vom Einsatz ab. Beziehen Sie das Gremium früh ein und halten Sie den Berichtskatalog mit Zweck und Empfängerkreis als Anlage einer Vereinbarung fest. Das Vorgehen beschreibt die Seite zur Betriebsvereinbarung. Keine Rechtsberatung.
Ist People Analytics mit der DSGVO vereinbar?
Ja, wenn Zweck, Datenminimierung und Schutzmaßnahmen stimmen. Art. 5 Abs. 1 Buchst. b und c DSGVO verlangen festgelegte Zwecke und das notwendige Maß an Daten; Art. 88 DSGVO erlaubt spezifischere Regeln für Beschäftigtendaten, auch durch Kollektivvereinbarungen. Gesundheitsdaten und weitere besondere Kategorien unterliegen Art. 9. Bei systematischer und umfassender Bewertung persönlicher Aspekte ist nach Art. 35 Abs. 3 Buchst. a eine Folgenabschätzung zu prüfen. Klären Sie Details mit Ihrer Datenschutzstelle; sie prüft auch, ob für das Vorhaben ein Eintrag im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten nötig ist.
Hilft Pseudonymisierung, und was gilt bei kleinen Gruppen?
Pseudonymisierung senkt das Risiko, macht Daten aber nicht anonym: Nach Erwägungsgrund 26 der DSGVO sind pseudonymisierte Daten, die mit Zusatzinformationen einer Person zugeordnet werden könnten, Informationen über eine identifizierbare Person. Bei kleinen Gruppen können selbst Durchschnittswerte Einzelne verraten, besonders bei Filterkombinationen oder wenn zwei Auswertungen verglichen werden. Legen Sie deshalb eine Mindestgröße fest. Einen gesetzlichen Wert dafür gibt es nicht; Anbieter nutzen unterschiedliche Schwellen, etwa 25 bei der Treiberanalyse von Culture Amp (Stand 30.06.2026).
Darf ich Kündigungen oder Abgänge per KI vorhersagen?
Prognosen für Gruppen sind unkritischer als ein Abgangsrisiko je Person. Letzteres ist Profiling nach Art. 4 Nr. 4 DSGVO, berührt Art. 22 und löst oft eine Datenschutz-Folgenabschätzung aus. Zusätzlich kann Anhang III Nr. 4 Buchst. b der KI-Verordnung greifen, wenn Systeme Entscheidungen über Arbeitsbedingungen, Beförderung oder Kündigung beeinflussen oder Leistung und Verhalten bewerten. Prüfen Sie den Einsatzzweck je Funktion, lassen Sie sich die Datenbasis zeigen und schalten Sie die Personenebene im Zweifel ab. Keine Rechtsberatung.
Gilt der EU AI Act für People Analytics?
Das hängt vom Einsatz. Anhang III Nr. 4 der KI-Verordnung ordnet KI für Beschäftigung und Personalmanagement als Hochrisiko ein; die Pflichten gelten durch die Verordnung (EU) 2026/1744 ab dem 02.12.2027. Reine Auswertungen von Durchläufen oder Gruppenzahlen ohne Bewertung Einzelner gelten nach der Einordnung in EU AI Act und HR-Compliance meist als niedriges Risiko, Datenschutz und Mitbestimmung bleiben davon unberührt. Verbote nach Art. 5 gelten bereits seit 02.02.2025, Details unter EU AI Act und HR-Compliance.
Was kostet People-Analytics-Software?
Eine einheitliche Preisregel gibt es nicht. Reporting gehört bei vielen HR-Suiten zum Paket, Analysefunktionen und Plattformen werden meist nach Angebot berechnet; die Hersteller in der Tabelle nennen für das Auswertungsmodul keinen Preis. Fragen Sie nach Lizenz, Einrichtung, Schnittstellen, Betrieb und interner Pflege, und rechnen Sie über mehrere Jahre, nicht nur für das erste Jahr. Ein Rechenschema bietet der TCO-Leitfaden von Find-Your-HR. Eine verlässliche Zahl ohne Beschäftigtenzahl und Umfang nennt Find-Your-HR nicht.
Welche Anbieter bieten Auswertungen für People Analytics?
Die Tabelle nennt acht Anbieter im Auszug: Culture Amp, Eightfold AI, HiBob, Leapsome, Personio, rexx, SAP SuccessFactors und Workday. Sie stammen aus drei Gruppen, HR-Suiten, Enterprise-Suiten und Spezialplattformen, und sind alphabetisch sortiert, nicht bewertet. Weitere Systeme finden Sie im HR-Software-Katalog von Find-Your-HR. Prüfen Sie in der Demo mit eigenen Daten, welche Kennzahlen, Rechte und Mindestgrößen tatsächlich gelten, und lassen Sie sich die Formel der Fluktuationsquote zeigen. Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr.
Auswertungswünsche in die
Softwareauswahl einbauen.
Nehmen Sie Kennzahlen, Mindestgrößen und die Prüffragen zu Prognosefunktionen in Ihre HR Software Auswahl auf; Vorlagen bieten die HR Software Checkliste und die Anleitung HR Software Demos bewerten. Das HR Selection Portal ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Anforderungen sammeln, begründete Shortlist, Demos bewerten, Vertrag, alles nachvollziehbar dokumentiert. Seine KI-Funktionen laufen mit eigenen, lokal betriebenen Modellen, Daten bleiben bei Find-Your-Software. Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl wünschen, beschreibt die HR Software Beratung das Vorgehen. Keine Rechtsberatung. Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr. Quellen: gesetze-im-internet.de, EUR-Lex, Destatis, Bitkom, Hersteller, Stand 02.11.2026.