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HR-Software · Kleine Unternehmen · 10 bis 50 Beschäftigte

HR-Software für kleine Unternehmen.
10 bis 50 Beschäftigte, Kosten und Auswahl 2026.

HR-Software für kleine Unternehmen bedeutet: Personalakte, Abwesenheiten, Zeiterfassung und ein sauberer Export an die Lohnabrechnung, ohne Projektapparat. Diese Seite richtet sich an Geschäftsführung und Büroleitung in Betrieben mit 10 bis 50 Beschäftigten. Sie zeigt, was Sie wirklich brauchen, was veröffentlichte Listenpreise für 15 und 40 Beschäftigte ergeben, welche Pflichten gelten und wie die Einführung in 30 Tagen gelingt. Stand: Oktober 2026.

Listenpreise für 15 und 40Lohn über SteuerberaterExcel oder SoftwarePflichten 2026Einführung in 30 Tagen
13,90 €
gesetzlicher Mindestlohn je Stunde seit 1. Januar 2026, ab 2027 14,60 € (Bundesregierung)
14,0 %
aller Unternehmen sind kleine Unternehmen nach Destatis-Definition (10 bis 49 tätige Personen), sie stellen 20,1 % der tätigen Personen (Berichtsjahr 2024)
20 und 30
Mindestnutzerzahl bei HRworks und HRlab, vor jedem Preisvergleich prüfen (Herstellerangaben)
30 Tage
Planungsvorschlag von Find-Your-HR für Release 1: Akte, Abwesenheit, Lohnexport
Kurzantwort

Was kleine Unternehmen
wirklich brauchen.

Ein Unternehmen mit 10 bis 50 Beschäftigten braucht in der Regel vier Dinge: eine digitale Personalakte mit Rollen und Löschfristen, eine Abwesenheitsverwaltung mit Urlaubskonto, eine Zeiterfassung, die Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit nachweisbar festhält, und einen fehlerarmen Export an die Lohnabrechnung, die häufig die Steuerkanzlei übernimmt. Recruiting, Zielvereinbarungen und Skill-Matrizen sind Zusatzthemen für einen späteren Schritt.

Bei den Kosten helfen nur veröffentlichte Listenpreise. In unserem Beispiel liegen sie zwischen 4 € pro Mitarbeitendem und Monat bei Papershift und 8 € pro Nutzer bei Factorial, jeweils mit eigenen Mindestmengen oder Grundgebühren. Personio und HRworks nennen keine Preise. Für 15 Beschäftigte ergeben die Einstiegspakete Lizenzkosten von rund 60 bis 180 Euro netto im Monat, für 40 Beschäftigte von rund 200 bis 320 Euro, jeweils je nach Umfang. Die Angebote sind nicht deckungsgleich, der Vergleich im Abschnitt Kosten zeigt die Bedingungen.

Rechtlich gelten auch für kleine Betriebe die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung nach dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts 1 ABR 22/21, der Mindestlohn von 13,90 € und die DSGVO. Ab 2027 müssen Entgeltunterlagen nach § 8 BVV elektronisch geführt werden. Dieser Leitfaden behandelt Betriebe mit 10 bis 50 Beschäftigten. Ab 50 Beschäftigten beginnt die Größenklasse unserer Seite HR-Software für den Mittelstand (50 bis 500 Beschäftigte), mit Mehrstandort-, Betriebsrats- und Integrationsfragen, die hier nur am Rand vorkommen.

Für wen dieser Leitfaden gedacht ist

  • Geschäftsführung und Büroleitung, die Personalarbeit nebenbei erledigen
  • Teilzeit-Personalverantwortliche, die Excel-Listen und E-Mail-Abläufe ablösen wollen
  • Steuerkanzleien und IT-Dienstleister, die kleine Kunden bei der Auswahl begleiten
Faustregel von Find-Your-HR: Beginnen Sie mit dem Probeexport für die Steuerkanzlei, nicht mit dem Funktionskatalog. Wenn Stunden, Abwesenheiten und Stammdaten ohne Nacharbeit in der Lohnabrechnung ankommen, ist die wichtigste Hürde genommen. Für die Detailauswahl helfen Lastenheft, Shortlist und Demo-Bewertung.
Bedarf

Sechs Bausteine für
10 bis 50 Beschäftigte.

Kleine Betriebe brauchen weniger Module als der Mittelstand, aber dieselbe Sorgfalt bei Nachweisen. Diese sechs Bausteine bilden den Kern. Eine Einordnung nach Anwendungsfall bietet die Seite beste HR-Software 2026.

01 · Personalakte

Eine Akte, klare Rollen

Verträge, Nachweise und Bescheinigungen liegen an einem Ort, mit Zugriff nur für Geschäftsführung und Büro. Löschfristen gehören dazu, denn Daten dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es der Zweck verlangt (Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO). Mehr dazu auf der Seite DSGVO und HR-Software.

02 · Abwesenheit

Urlaubskonto und Vertretung

Anspruch, Resturlaub, Anträge und Vertretungen in einem Kalender. Wichtig ist der Nachweis, dass Sie Beschäftigte rechtzeitig auf verfallenden Urlaub hingewiesen haben, denn sonst erlischt der Mindesturlaub nicht (BAG, 9 AZR 423/16).

03 · Zeiterfassung

Beginn, Ende, Dauer

Die Erfassung der Arbeitszeit ist seit dem BAG-Beschluss 1 ABR 22/21 Pflicht. Achten Sie auf ein Änderungsprotokoll und auf Einsicht für Beschäftigte. Die Rechtslage steht auf der Seite Arbeitszeiterfassungspflicht.

04 · Lohnexport

Daten an die Abrechnung

Stunden, Abwesenheiten und Stammdaten gehen als Datei oder Schnittstelle an Steuerkanzlei oder Lohnprogramm. Entscheidend sind eine stabile Zuordnung der Lohnarten und ein Probelauf vor dem Start (siehe Payroll-Software).

05 · Onboarding

Checklisten und Dokumente

Neue Beschäftigte brauchen Vertrag, Nachweis der Vertragsbedingungen, Zugänge und Einweisung. Eine Checkliste mit Verantwortlichen und Fristen verhindert Lücken. Vergleichsseite: Onboarding und Offboarding.

06 · Auswertung

Wenige, klare Kennzahlen

Headcount, Urlaubsstand, Überstunden und Fehlzeiten reichen zum Start. Werten Sie Personendaten nur zweckgebunden und möglichst aggregiert aus, schon wegen der Mitbestimmung, falls es einen Betriebsrat gibt.

Zunächst warten kann: Recruiting (siehe Recruiting und ATS-Software), Performance-Zyklen, Lernmanagement und Skill-Matrizen. Welche Funktionen es insgesamt gibt, zeigt die Seite HR-Software Funktionen. Einordnung von Find-Your-HR, Stand Oktober 2026.

10 bis 20, 20 bis 50

Was sich mit der
Größe ändert.

Zwischen 10 und 50 Beschäftigten verschieben sich Aufgaben und Pflichten. Drei Größenstufen zeigen, worauf es jeweils ankommt.

01 · 10 bis 20 Beschäftigte

Inhabergeführt, Büro nebenbei

Schlank starten

Meist kümmert sich die Geschäftsführung oder eine Bürokraft um Personalthemen. Gefragt sind Abwesenheiten, eine einfache Akte und Zeiterfassung. Mindestmengen schlagen hier stark durch: Bei 15 Personen bedeutet die Mindestmenge von 30 Nutzern bei HRlab 12 € je Person statt 6 € (eigene Rechnung).

  • Lösungen für Teams bis 15 Personen prüfen, etwa Papershift Light
  • Ab mehr als zehn Arbeitnehmern greift in der Regel der allgemeine Kündigungsschutz
  • Ein Betriebsrat kann ab fünf wahlberechtigten Arbeitnehmern gewählt werden
02 · 20 bis 50 Beschäftigte

Teilzeitkraft im Büro

Abläufe festigen

Zwischen 20 und 50 Personen häufen sich Eintritte, Urlaubsanträge und Rückfragen der Kanzlei. Der Lohnexport und das Onboarding sparen jetzt spürbar Zeit. Mehrere Hersteller rechnen ihre Pakete für diese Größe, etwa Sage mit Paketen für 25 Mitarbeitende.

  • Datenschutzbeauftragten prüfen, sobald 20 Personen Daten verarbeiten
  • Beschäftigungspflicht für schwerbehinderte Menschen ab 20 Arbeitsplätzen beachten
  • Rollenkonzept für Führungskräfte einrichten
03 · ab 50 Beschäftigte

Erste HR-Funktion

Grenze zum Mittelstand

Bei 50 Personen ist Personalarbeit meist eine Teilzeit- oder Vollzeitaufgabe. Ab hier gilt die Pflicht zur internen Meldestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz, und Fragen zu Rollen, Schnittstellen und Auswertungen werden größer. Die Seite HR-Software Mittelstand führt dann weiter.

  • Rollen und Freigaben schriftlich regeln
  • Schnittstellen zu Lohn und Verzeichnisdienst prüfen
  • Auswertungen mit einem Betriebsrat vereinbaren, falls vorhanden

Die Zuordnung ist eine Einordnung von Find-Your-HR und keine Norm. Die Grenzen im Gesetz finden Sie im Abschnitt Schwellenwerte. Stand: Oktober 2026.

Lohn und Steuerberater

Wer rechnet den Lohn ab?
Drei Modelle.

Die Frage entscheidet über die Auswahl, denn nicht jede HR-Software rechnet Löhne ab. Für 10 bis 50 Beschäftigte kommen drei Modelle in Frage.

01 · Typischer Fall

Steuerkanzlei rechnet ab

HR-Software bereitet vor

Die Kanzlei führt die Lohnabrechnung, meist in DATEV. Ihre HR-Software liefert Stunden, Abwesenheiten und Stammdaten als Export. Die Kosten der Abrechnung kommen zur Software hinzu.

  • Probeexport mit der Kanzlei abstimmen
  • Stichtag und Korrekturverfahren schriftlich festhalten
  • Lohnarten einmalig zuordnen
02 · Eigene Abrechnung

Lohnprogramm im Haus

Für Büros mit Lohnkompetenz

Der DATEV Shop nennt für DATEV Lohn und Gehalt Monatspreise ab 15,86 € (classic) und ab 26,68 € (comfort), ohne Angabe zu netto oder brutto (DATEV-Profil, Stand Oktober 2026). Sage nennt für die Personalabrechnung ab 39 € im Monat im Paket für 25 Mitarbeitende.

  • Abrechnungswissen muss im Haus vorhanden sein
  • Meldungen und Bescheinigungen laufen über das Lohnprogramm
03 · Payroll im HR-System

Abrechnung als Modul

Ein System für beides

Einige Anbieter rechnen selbst ab, etwa Personio Payroll pro Beschäftigtem und Monat, Preis auf Anfrage (Herstellerangabe, Personio-Profil). Der Wechsel verschiebt Kosten und Verantwortung, er senkt sie nicht automatisch.

  • Preis je Beschäftigtem und Monat erfragen
  • Rolle der Kanzlei klären
Probeexport

Was die Kanzlei
von Ihnen braucht.

Die Entgeltunterlagen müssen bestimmte Angaben enthalten. Ihre HR-Software sollte diese Felder sauber führen und exportieren.

BereichAngabenPrüfung im Probeexport
PersonName, Geburtsdatum, Anschrift (§ 8 BVV Abs. 1 Nr. 1, 2, 4)Schreibweise, Umlaute, Pflichtfelder
BeschäftigungBeginn und Ende, Beschäftigungsart (Abs. 1 Nr. 5, 8)Eintritts- und Austrittsdaten zum Stichtag
EntgeltArbeitsentgelt, Zusammensetzung, zeitliche Zuordnung (Abs. 1 Nr. 10)Lohnarten, Zuschläge und Korrekturen
NachweiseAngaben zur Versicherungsfreiheit, Erklärungen geringfügig Beschäftigter (Abs. 1 Nr. 9, Abs. 2 Nr. 4 und 7)Elektronische Ablage in der Akte
Zeiten und AbwesenheitenStunden, Urlaub, Krankheit (Einordnung von Find-Your-HR)Abgleich mit Zeitnachweis und Urlaubskonto

Nach Angaben von DATEV nutzen über 900.000 Unternehmen in Deutschland DATEV für die Lohnabrechnung, im Monatsdurchschnitt 2025 entstanden 14,9 Millionen Abrechnungen (Herstellerangabe, Pressemeldung vom 27. März 2026, laut DATEV-Profil). Für die Schnittstellenfrage lesen Sie DATEV und HR-Software.

Kosten

Was HR-Software für
kleine Unternehmen kostet.

Wir rechnen ausschließlich mit öffentlichen Listenpreisen. Wo ein Anbieter keine Preise nennt, steht Preis auf Anfrage, und wir schätzen nichts.

AnbieterÖffentlicher PreisBedingungenQuelle und Stand
PersonioCloud-HR, MünchenKeine ListenpreisePläne Core und Core Pro, Jahresabo mit mindestens 12 Monaten, einmalige Einrichtungsgebühr nach Unternehmensgröße, 10 % Rabatt bei jährlicher VorauszahlungPersonio-Profil, abgerufen am 8. Oktober 2026
HRworksCloud-HR, FreiburgKeine ListenpreiseAbrechnung pro Nutzer, mindestens 20 Nutzer, keine Mindestlaufzeit, Beratung stundenweisehrworks.de/preise-pakete, abgerufen am 8. Oktober 2026
FactorialCloud-HR, Barcelonaab 8 € pro Nutzer und MonatPreis gilt für Factorial Core, Module wie Zeit nach Angebot, netto oder brutto nicht angegebenfactorialhr.de/preise, abgerufen am 8. Oktober 2026
HRlabCloud-HR, BerlinCore 6,00 €, Core Premium 7,00 € pro Nutzer und MonatMindestens 30 Nutzer, Zusatzmodule 2,00 bis 3,00 € pro Nutzer, zuzüglich Mehrwertsteuerhrlab.de/preise, abgerufen am 8. Oktober 2026
Sage HR SuiteAbrechnung mit HR-ModulenPersonalabrechnung ab 39 €, Zeitmanagement ab 21 € pro MonatPakete für 25 Mitarbeitende, netto, jährliche Abrechnung, 12 Monate Mindestlaufzeitsage.com, abgerufen am 8. Oktober 2026
PapershiftZeit, Dienstplan, AkteCore 4 €, Premium 6 €, Professional 9 € pro Mitarbeitendem und MonatAb 16 Mitarbeitenden, zuzüglich 39 € Grundgebühr (Basic-Support), zuzüglich Mehrwertsteuer, 10 % Rabatt bei jährlicher Zahlungpapershift.com/de/preise, abgerufen am 8. Oktober 2026
Papershift Lightbis 15 MitarbeitendeCore 40 €, Premium 60 € pro MonatZehn Lizenzen enthalten, jede weitere 4 € (Core) oder 6 € (Premium), Mindestlaufzeit 24 Monate, keine Grundgebührpapershift.com/papershift-light, abgerufen am 8. Oktober 2026

Die Preise stammen von den Herstellerseiten und aus den Anbieterprofilen von Find-Your-HR, Stand Oktober 2026. Die Angaben zu Papershift stammen von den Herstellerseiten und aus dem Papershift-Profil. Preise können sich ändern.

Rechenbeispiel

Lizenzkosten pro Monat
für 15 und 40.

Rechenbeispiel von Find-Your-HR, netto pro Monat, nur Lizenz. Annahme: Alle Beschäftigten bekommen einen Zugang und zählen als Nutzer. Ohne Einrichtung, Schulung, Zusatzsupport, Mehrwertsteuer und ohne die Kosten der Lohnabrechnung.

Paket15 Beschäftigte40 BeschäftigteRechenweg und Hinweis
Factorial Coreab-Preis 8 €, ohne Zeitmodul120 €320 €15 × 8 €, 40 × 8 €
HRlab Core6,00 €, mindestens 30 Nutzer180 €240 €15 Personen: Mindestmenge 30 × 6 €; 40 Personen: 40 × 6 €. Unter 30 Beschäftigten wird die Mindestmenge von 30 Nutzern berechnet
HRlab Core plus Time & Absence6,00 € plus 2,00 €240 €320 €15 Personen: 30 × 8 €; 40 Personen: 40 × 8 €
HRlab Core Premium mit allen Zusatzmodulen14,00 € je Nutzer420 €560 €15 Personen: 30 × 14 €; 40 Personen: 40 × 14 €. Core Premium 7,00 plus Recruitment 2,00, Talent Management 2,00 und Time & Absence Premium 3,00
Papershift Core4 € plus 39 € Grundgebühr60 €199 €15 Personen: Papershift Light Core, 40 € für zehn Lizenzen plus 5 × 4 €; 40 Personen: 40 × 4 € plus 39 €
Papershift Premium6 € plus 39 € Grundgebühr90 €279 €15 Personen: Papershift Light Premium, 60 € für zehn Lizenzen plus 5 × 6 €; 40 Personen: 40 × 6 € plus 39 €
Papershift Professional9 € plus 39 € Grundgebührnicht angeboten399 €15 Personen: kein Light-Paket dieser Stufe; 40 Personen: 40 × 9 € plus 39 €
Sage HR Suiteab-Preise, Paket für 25kein Listenpreiskein ListenpreisNur Paket für 25 Mitarbeitende veröffentlicht, 60 € netto: Personalabrechnung ab 39 € plus Zeitmanagement ab 21 € im Paket für 25 Mitarbeitende, nicht hochgerechnet
Personio und HRworksPreis auf Anfrageauf Anfrageauf AnfrageHRworks berechnet mindestens 20 Nutzer; Personio rechnet nach Beschäftigtenzahl, Plan und Apps

Drei Lehren aus der Rechnung: Erstens verteuert eine Mindestmenge kleine Betriebe, denn bei 15 Beschäftigten ergeben 180 € bei HRlab 12 € je Person, bei 40 Beschäftigten 6 €. Zweitens sind die Pakete nicht gleich breit, Papershift Core deckt Zeiterfassung und Akte ab, die Dienstplanung folgt in Premium (Herstellerangabe), Factorial Core nur Mitarbeiterverzeichnis, Onboarding-Vorlagen und elektronische Signatur (Herstellerangaben). Drittens entscheiden meist Einrichtung, Support und die Abrechnung bei der Steuerkanzlei über das Budget. Eine Methode für die Gesamtkosten bietet die Seite TCO von HR-Software mit dem TCO-Rechner. Das Jahr Core bei HRlab für 40 Beschäftigte kostet 240 € × 12, also 2.880 € netto.

Excel oder Software

Wann Excel reicht
und wann nicht.

Excel ist kein Fehler, solange wenige Personen mit klaren Regeln damit arbeiten. Die Grenze liegt bei Nachweisen, Zugriffsrechten und wiederkehrendem Abgleich.

AufgabeHier reicht ExcelHier lohnt sich Software
AbwesenheitenWenige Personen, ein Kalender, eine verantwortliche PersonSobald Urlaubskonto, Resturlaub und Vertretung per Hand abgeglichen werden
ArbeitszeitHandschriftliche oder Tabellenerfassung ist derzeit zulässig, solange sie objektiv, verlässlich und zugänglich istWenn Korrekturen, Zuschläge und Monatsabschluss Zeit kosten oder Nachweise im Streitfall fehlen würden
PersonalakteWenn nur wenige Dokumente anfallen und der Zugriff strikt begrenzt istWenn Fristen, Löschung und Zugriffsrechte nachweisbar sein sollen
OnboardingBei seltenen Eintritten mit einer festen ChecklisteBei mehreren Eintritten pro Jahr und mehreren Beteiligten
LohnexportWenn die Kanzlei Excel-Listen akzeptiert und sie selten fehlerhaft sindWenn Nachfragen der Kanzlei jeden Monat Zeit kosten
AuswertungHeadcount und Urlaubsstand ein- bis zweimal im JahrWenn Zahlen aus mehreren Dateien zusammengeführt werden müssen

Ab 2027 kommt eine neue Hürde hinzu: Entgeltunterlagen müssen in elektronischer Form geführt werden (§ 8 Abs. 2 BVV), siehe Abschnitt Pflichten. Eine ausführliche Gegenüberstellung bietet der Vergleich HR-Software gegen Excel.

Pflichten

Pflichten, die auch
kleine Betriebe treffen.

Sechs Rechtsthemen berühren HR-Software in Betrieben mit 10 bis 50 Beschäftigten. Sie bestimmen, welche Funktionen und Nachweise Sie brauchen.

01 · Arbeitszeit

Erfassung seit 2022

Arbeitgeber müssen ein System zur Erfassung der Arbeitszeit einführen und nutzen, so das Bundesarbeitsgericht am 13.09.2022 (1 ABR 22/21) mit Bezug auf § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG. Überstunden über acht Stunden sind aufzuzeichnen und zwei Jahre aufzubewahren (§ 16 Abs. 2 ArbZG).

02 · Mindestlohn

13,90 € seit 2026

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit 1. Januar 2026 13,90 € brutto je Stunde und steigt am 1. Januar 2027 auf 14,60 € (Bundesregierung). Die Minijob-Grenze liegt bei 603 € (2026) und 633 € (2027), also rechnerisch bei rund 43 Stunden im Monat (Minijob-Zentrale).

03 · Datenschutz

AVV und Datensparsamkeit

Beschäftigtendaten sind personenbezogene Daten. Mit Cloud-Anbietern brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO (DSGVO). Einen Datenschutzbeauftragten müssen Sie benennen, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit automatisierter Verarbeitung beschäftigt sind (§ 38 BDSG).

  • Gezählt werden Personen mit Datenverarbeitung, nicht alle Beschäftigten
  • Übersicht: DSGVO und HR-Software
04 · Urlaub

Mindestanspruch und Hinweis

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage (§ 3 BUrlG), bei einer Fünf-Tage-Woche also 20 Arbeitstage. Urlaub verfällt nach der BAG-Rechtsprechung nur, wenn der Arbeitgeber rechtzeitig und konkret auf den Verfall hingewiesen hat (9 AZR 423/16).

  • Hinweise und Antworten im System dokumentieren
05 · Vertragsbedingungen

Nachweisgesetz

Die wesentlichen Vertragsbedingungen sind nach § 2 NachwG in einer Niederschrift festzuhalten und auszuhändigen. Eine Textform mit Empfangsbestätigung ist unter Bedingungen möglich, in den Branchen des § 2a SchwarzArbG nicht. Verstöße können mit bis zu 2.000 € Geldbuße geahndet werden (§ 4 NachwG).

  • Vorlagen und Ablage in der Personalakte führen
06 · Aufbewahrung

Fristen und BVV 2027

Lohnkonten sind bis zum Ablauf des sechsten Kalenderjahres nach der letzten Eintragung aufzubewahren (§ 41 EStG), Buchungsbelege acht Jahre (§ 147 AO). Entgeltunterlagen sind nach § 8 Abs. 2 BVV in elektronischer Form zu führen, ab 2027 ohne Befreiungsmöglichkeit (IKK classic).

  • Löschkonzept für Fristen anlegen

Die Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung. Stand: Oktober 2026. Fragen zur Lohnabrechnung klären Sie mit Ihrer Steuerkanzlei.

Schwellenwerte

Schwellen zwischen
10 und 50.

Auf dem Weg von 10 auf 50 Beschäftigte kommen Pflichten hinzu. Die Tabelle zeigt fünf Schwellen, die Ihre Anforderungen an die Software verändern.

SchwelleRegelBedeutung für HR-Software
5 wahlberechtigte ArbeitnehmerBetriebsrat kann gewählt werden (§ 1 BetrVG)Bei Zeit- und Auswertungsfunktionen greift die Mitbestimmung (§ 87 BetrVG), siehe Betriebsrat einbinden
mehr als 10 ArbeitnehmerAllgemeiner Kündigungsschutz bei in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmern ohne Auszubildende, Teilzeit anteilig, mit Sonderregel für Arbeitsverhältnisse vor 2004 (§ 23 KSchG)Verträge, Abmahnungen und Fristen sauber in der Akte halten
20 Personen mit DatenverarbeitungDatenschutzbeauftragter ab 20 Personen mit ständiger automatisierter Verarbeitung (§ 38 BDSG)Die Zählung betrifft Verarbeiter, nicht alle Beschäftigten
20 ArbeitsplätzeBeschäftigungspflicht für schwerbehinderte Menschen bei jahresdurchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen (§ 154 SGB IX)Arbeitsplätze zählen anders als Köpfe, die Software sollte Teilzeit abbilden
50 BeschäftigteInterne Meldestelle nach dem Hinweisgeberschutzgesetz (§ 12 Abs. 2 HinSchG)Ab hier gilt die Größenklasse der Seite HR-Software Mittelstand

Die Schwellen zählen unterschiedlich: Arbeitnehmer, Beschäftigte, Arbeitsplätze oder Personen mit Datenverarbeitung. Prüfen Sie im Zweifel mit Ihrer Beratung, welche Zählweise gilt. Stand: Oktober 2026.

Auswahl

Neun Prüffragen für
die Auswahl.

Kleine Betriebe haben kein Auswahlteam. Neun Fragen reichen, um Angebote vergleichbar zu machen.

KriteriumPrüffrage an den AnbieterWarum es bei 10 bis 50 zählt
MindestnutzerGibt es eine Mindestmenge, und wie hoch ist der Preis je Person bei Ihrer Größe?HRworks berechnet mindestens 20, HRlab mindestens 30 Nutzer
PreisbasisWer zählt als Nutzer, und gilt der Preis netto?Zugänge für Führungskräfte und Ehemalige können mitzählen
LaufzeitWie lang ist die Mindestlaufzeit, wie ist die Kündigung?Spannen von keiner Mindestlaufzeit bis 24 Monaten
LohnexportLäuft ein Probeexport mit Ihrer Kanzlei?Ohne sauberen Export entsteht Doppelarbeit
ZeiterfassungSind Änderungen protokolliert, sehen Beschäftigte ihre Zeiten?Nachweis im Streitfall
DatenschutzLiegt ein AVV vor, wo werden Daten gehostet?Pflicht nach Art. 28 DSGVO
BedienungKommen Beschäftigte mobil zurecht, ohne Schulung?Ohne Akzeptanz bleibt Excel im Parallelbetrieb
SupportWer hilft bei Einrichtung, und was kostet es?Support und Onboarding sind oft Zusatzposten
AusstiegKönnen Sie Daten vollständig exportieren?Wechselfähigkeit schützt vor Abhängigkeit

Gehen Sie mit zwei bis drei Anbietern in die Demo und lassen Sie dieselben Szenen zeigen: Eintritt, Urlaubsantrag, Zeitkorrektur und Lohnexport. Die Anleitung steht unter Demos bewerten, Anbieter finden Sie im Anbieterverzeichnis.

Einführung

Einführung
in 30 Tagen.

Ein schlanker erster Release schlägt ein großes Projekt. Der Vorschlag setzt voraus, dass die Entscheidung für einen Anbieter gefallen ist und eine Person die Verantwortung trägt.

01

Woche 1: Ziel und Daten

Legen Sie Release 1 fest: Personalakte, Abwesenheit und Lohnexport. Sammeln Sie Stammdaten, Verträge und Urlaubsstände, bereinigen Sie Dubletten und klären Sie mit der Kanzlei das Exportformat. Schließen Sie den Auftragsverarbeitungsvertrag ab.

02

Woche 2: Konfiguration

Richten Sie Arbeitszeitmodelle, Urlaubsregeln, Feiertage und Rollen ein. Importieren Sie die Stammdaten und prüfen Sie Stichproben gegen die Originalakten. Halten Sie Abweichungen in einer Liste fest.

03

Woche 3: Test und Schulung

Fahren Sie einen Probeexport mit echten Daten an die Kanzlei und gleichen Sie ihn mit der letzten Abrechnung ab. Schulen Sie Beschäftigte in einer halben Stunde auf Urlaubsantrag und Zeiterfassung. Informieren Sie einen Betriebsrat, falls vorhanden.

04

Woche 4: Go-live und Nachbetreuung

Starten Sie direkt nach einem abgeschlossenen Lohnlauf, halten Sie die alte Liste noch einen Monat schreibgeschützt vor und prüfen Sie nach zwei Wochen Fehler, offene Fragen und Nutzung. Setzen Sie Zusatzmodule erst danach um.

AufgabeVerantwortlichNachweis
Release 1 festlegenGeschäftsführungKurzes Zielblatt mit Umfang und Stichtag
Stammdaten bereinigenBüroListe ohne Dubletten, Pflichtfelder gefüllt
Exportformat klärenBüro und SteuerkanzleiProbeexport ohne Rückfragen
Rollen und Rechte einrichtenGeschäftsführungRollenliste mit Zugriffen
AVV und LöschkonzeptGeschäftsführung, DatenschutzUnterschriebener Vertrag, dokumentierte Fristen
Schulung der BeschäftigtenBüroKurzanleitung, Teilnahmeliste
Go-live-EntscheidungGeschäftsführungAbnahme nach abgeschlossenem Lohnlauf

Der Zeitplan ist ein Planungsvorschlag von Find-Your-HR für ein Cloud-System im Standard und kein Messwert. Personio nennt als typische Einführungsdauer 4 bis 6 Wochen (Herstellerangabe, laut Personio-Profil). Der Bedarf an Zeit wächst mit Datenmenge, Sonderregeln und Schnittstellen. Hilfen: HR-Software-Auswahl und Betriebsrat einbinden.

Typische Fehler

Was kleine Projekte
ausbremst.

Fehlermuster

  • Mit dem Funktionskatalog statt mit dem Lohnexport beginnen
  • Mindestmenge und Grundgebühr nicht in den Preis einrechnen
  • Die Steuerkanzlei erst nach der Vertragsunterschrift einbinden
  • Alle Module gleichzeitig starten
  • Zeiterfassung ohne Regeln für Korrekturen einführen
  • Excel-Listen nach dem Start parallel weiterführen

Gegenmaßnahme

  • Probeexport als erste Prüfung vor jedem Angebot
  • Preis je Person bei der eigenen Größe rechnen
  • Kanzlei im Auswahlprozess beteiligen
  • Release 1 klein halten, Zusatzmodule nach vier Wochen
  • Korrekturverfahren und Freigaben schriftlich regeln
  • Alte Listen nach dem Stichtag sperren

Weitere Stolpersteine der Auswahlphase finden Sie in der HR-Software-Auswahl und in der Checkliste.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Was kostet HR-Software für ein Unternehmen mit 10 bis 50 Beschäftigten?

Das hängt vom Umfang ab. Aus veröffentlichten Listenpreisen ergeben sich netto für 15 Beschäftigte rund 60 € im Monat für Papershift Light Core, 120 € für Factorial Core und 180 € für HRlab Core, für 40 Beschäftigte 199 € für Papershift Core, 240 € für HRlab Core und 320 € für Factorial Core. Sage nennt nur ein Paket für 25 Mitarbeitende. Personio und HRworks nennen keine Preise. Dazu kommen Einrichtung, Support und die Lohnabrechnung. Details im Abschnitt Kosten.

Ab wie vielen Beschäftigten lohnt sich HR-Software?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Die Frage hängt davon ab, wie viel Zeit Abwesenheiten, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung kosten und ob Nachweise fehlen. Spätestens wenn Excel-Listen mehrfach gepflegt werden oder Fehler in der Lohnabrechnung auftreten, lohnt der Blick auf Software. Der Vergleich HR-Software gegen Excel hilft bei der Entscheidung.

Welche HR-Software passt für 10 Beschäftigte?

Bei 10 Beschäftigten spielen Mindestmengen die größte Rolle. HRworks berechnet mindestens 20 Nutzer, HRlab mindestens 30. Papershift Light richtet sich an Teams bis 15 Mitarbeitende, Factorial nennt auf der abgerufenen Preisseite keine Mindestmenge. Passend ist, was Ihre vier Kernbausteine abdeckt und bei Ihrer Größe nicht überproportional teuer wird.

Brauche ich als kleines Unternehmen eine Zeiterfassung?

Ja, die Pflicht zur Erfassung der Arbeitszeit gilt nach dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts 1 ABR 22/21 grundsätzlich für alle Arbeitgeber. Eine bestimmte Form ist derzeit nicht vorgeschrieben, auch handschriftliche Aufzeichnungen sind möglich, sofern sie objektiv, verlässlich und zugänglich sind. Der Referentenentwurf zur Novelle soll nach Fachberichten für Betriebe bis zehn Beschäftigte dauerhaft nichtelektronische Erfassung erlauben, er ist aber kein Gesetz. Details: Arbeitszeiterfassungspflicht.

Kann der Steuerberater weiter den Lohn abrechnen?

Ja. Viele kleine Betriebe lassen die Lohnabrechnung bei der Steuerkanzlei, meist mit DATEV. Die HR-Software liefert dann Stunden, Abwesenheiten und Stammdaten als Export. Klären Sie vor der Auswahl, welches Format die Kanzlei erwartet, und fahren Sie einen Probeexport. Die Seite DATEV und HR-Software erläutert die Schnittstellen.

Was bedeutet Preis pro Nutzer und Monat?

Der Preis gilt für jede Person mit Zugang zum System, nicht nur für Personalverantwortliche. Bei HRworks zählt jede Person, die die Software einsetzt, bei HRlab alle Mitarbeitenden mit Zugang (Herstellerangaben). Prüfen Sie, ob Führungskräfte, Ehemalige und Bewerbende mitzählen, ob die Preise netto gelten und ob eine Mindestmenge berechnet wird.

Reicht Excel für 20 Beschäftigte?

Es kann reichen, wenn wenige Personen mit klaren Regeln arbeiten und der Zugriff begrenzt ist. Schwierig wird es bei Urlaubskonten, Zeitnachweisen und Löschfristen. Ab 2027 sind Entgeltunterlagen nach § 8 Abs. 2 BVV in elektronischer Form zu führen. Die Tabelle im Abschnitt Excel oder Software zeigt, wo die Grenze liegt.

Muss ich einen Datenschutzbeauftragten benennen?

Nach § 38 BDSG müssen Sie einen Datenschutzbeauftragten benennen, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. Gezählt werden also Personen mit Datenverarbeitung, nicht automatisch alle Beschäftigten. Unabhängig davon gelten Art. 5, 28 und 32 DSGVO. Mehr: DSGVO und HR-Software.

Brauche ich einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

Ja, bei Cloud-Software, die Beschäftigtendaten in Ihrem Auftrag verarbeitet. Art. 28 DSGVO verlangt einen Vertrag mit dem Anbieter. Prüfen Sie außerdem Hosting-Ort, technische Maßnahmen und Löschkonzept. Fragen Sie den Anbieter nach dem Vertrag, bevor Sie echte Personendaten importieren.

Was gilt beim Mindestlohn 2026 und 2027?

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit 1. Januar 2026 13,90 € brutto je Stunde und steigt am 1. Januar 2027 auf 14,60 € (Bundesregierung). Die Minijob-Grenze liegt bei 603 € im Jahr 2026 und 633 € im Jahr 2027 (Minijob-Zentrale). Für Minijobs gilt eine Aufzeichnungspflicht nach § 17 MiLoG. Siehe Mindestlohn-Dokumentation.

Wie lange dauert die Einführung?

Für ein Cloud-System im Standard mit Personalakte, Abwesenheit und Lohnexport planen wir 30 Tage ein, das ist ein Planungsvorschlag von Find-Your-HR und kein Messwert. Personio nennt typisch 4 bis 6 Wochen (Herstellerangabe). Mehr Zeit brauchen Datenbereinigung, Sonderregeln und Schnittstellen.

Brauche ich die Zustimmung eines Betriebsrats?

Wenn es einen Betriebsrat gibt, bestimmt er bei technischen Einrichtungen mit, die zur Überwachung von Verhalten oder Leistung bestimmt sind (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Das betrifft Zeit- und Auswertungsfunktionen. Betriebsräte können in Betrieben mit mindestens fünf wahlberechtigten Arbeitnehmern gewählt werden. Siehe Betriebsrat einbinden.

Was ändert sich 2027 bei den Entgeltunterlagen?

Nach § 8 Abs. 2 BVV sind bestimmte Unterlagen in elektronischer Form zu den Entgeltunterlagen zu nehmen. Eine Befreiung auf Antrag endet laut IKK classic zum 31. Dezember 2026, ab 2027 gilt die Pflicht für alle Arbeitgeber, nur für Vorgänge ab dem 1. Januar 2027. Fragen Sie Ihre Steuerkanzlei, wie sie die Ablage organisiert.

Worin unterscheiden sich Sage HR Suite und Sage HR?

Die Sage HR Suite ist das Produkt der Sage GmbH für Personalabrechnung und Personalwesen in Deutschland, als Desktop-Installation mit optionalen Cloud Services. Sage HR ist laut Sage eine Lösung für Unternehmen mit unter 250 Beschäftigten und wird auf der britischen Sage-Seite beschrieben. Prüfen Sie im Angebot immer den genauen Produktnamen. Details im Sage-HR-Suite-Profil.

Cloud oder lokale Installation für kleine Betriebe?

Personio, HRworks, Factorial, HRlab und Papershift sind browserbasierte Cloud-Anwendungen, bei denen der Anbieter Betrieb und Updates übernimmt. Die Sage HR Suite läuft laut Sage wahlweise als Desktop-Installation oder mit Hosting, die Cloud-Variante ist ausdrücklich hybrid (Herstellerangaben). Prüfen Sie Hosting-Ort, Auftragsverarbeitungsvertrag, Datensicherung und Exportmöglichkeiten. Hintergrund: Cloud-HR im Vergleich.

Kann ich später den Anbieter wechseln?

Ja, wenn Sie Ihre Daten vollständig exportieren können und der Vertrag Fristen nennt. Fragen Sie vor der Unterschrift nach Exportformaten für Stammdaten, Dokumente und Zeiten, nach der Kündigungsfrist und nach der Löschung nach Vertragsende. Die Spannen sind groß: HRworks nennt keine Mindestlaufzeit, HRlab bei jährlicher Zahlung ein Jahr mit drei Monaten Kündigungsfrist, Papershift Light mindestens 24 Monate (Herstellerangaben).

Quellen und Stand

Quellen und
Stand: Oktober 2026.

Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht. Preise, Dauer und Kostenrechnungen sind Orientierungswerte oder Rechenbeispiele von Find-Your-HR und keine Angebote. Die Hinweise zum Recht ersetzen keine Rechtsberatung.

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